Auf dem Ueberauer Friedhof wurde am gestrigen Donnerstag Günter Wytopil beigesetzt, der im Alter von 85 Jahren verstarb. Eine große Trauergemeinde begleitete den Vereinsmenschen und Kommunalpolitiker auf diesem letzten Weg. Unter den Trauergästen waren auch Reinheims Bürgermeister Karl Hartmann und der Bürgermeister der tschechischen Stadt Rokitnitz, Antonin Stefek. In Rokitnitz war Wytopil am 14. April 1926 geboren worden.
Nach Krieg und Vertreibung fand Günter Wytopil in Ueberau eine neue Heimat. Schnell lebte er sich in der Dorfgemeinschaft ein, war für viele Vereine ein wertvoller Mitstreiter – vor allem in der Freiwilligen Feuerwehr, der er über Jahrzehnte angehörte und Mitbegründer des Spielmannszugs war.
Auch kommunalpolitisch war Günter Wytopil aktiv, etwa im Ueberauer Ortsbeirat. Reinheims Freie Wählergemeinschaft verliert mit dem Tod von Günter Wytopil eines ihrer Gründungsmitglieder. Für seinen vielfältigen ehrenamtlichen Einsatz war Wytopil mit zahlreichen Ehrungen bedacht worden.
In der Trauerfeier würdigte Reinheims katholischer Pfarrer Franz-Josef Hassemer den Menschen Günter Wytopil und seinen ehrenamtlichen Einsatz. Bürgermeister Antonin Stefek erinnerte daran, dass Günter Wytopil bereits 1998 von seiner Geburtsstadt mit der Ehrenbürgerwürde ausgezeichnet wurde. Damit habe man das unermüdliche Bemühen Wytopils um die Aussöhnung zwischen Tschechen und Deutschen über viele Jahre hinweg gewürdigt.
Günter Wytopil ist tot
Nachruf – Der Ueberauer hat sich um die Aussöhnung mit Tschechien verdient gemacht
UEBERAU.
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