Grund für das Hupen sind unbeschrankte Bahnübergänge in der Feldgemarkung; die Bahn muss sie beim Ein- und Ausfahren aus dem Pfungstadter Bahnhof passieren. Am östlichen Stadtrand von Pfungstadt ist das Signal deutlich zu hören, es dringt aber auch bis Darmstadt-Eberstadt durch.
Um 5.40 Uhr ertöne es zum ersten Mal, sagen Anwohner in Pfungstadt, um 22 Uhr erst sei Schluss. Sie sammeln jetzt Unterschriften, 180 seien schon zusammengekommen. Die Listen liegen noch einige Tage in der Shell-Tankstelle an der Eberstädter Straße aus, dann wollen die Bürger sie dem Bürgermeister übergeben. Auch in Eberstadt sind die Hupsignale der Pfungstadtbahn deutlich zu hören, obwohl die Autobahn A 5 dazwischenliegt.
Im Moment gebe es keine Alternative zum Hupen, sagt Renate Wolf vom Kundenservice der Vias GmbH, die die Odenwaldbahn betreibt. Sie verweist auf Fußgänger, die mit Kopfhörern in den Ohren ihre Umwelt akustisch kaum wahrnehmen. Die Lautstärke des Hupsignals sei da sinnvoll. Schranken oder Lichtsignale, die das Hupen überflüssig machen könnten, kosteten Geld, das die Deutsche Bahn Netz AG als Infrastrukturbetreiber aufbringen müsse.
Horst Baier, Bürgermeister von Pfungstadt, erklärt, die Stadt bemühe sich um eine Lösung des Problems. Am Donnerstag dieser Woche treffe er sich mit Vertretern der Bahn.
Anwohner sammeln Unterschriften gegen Hupen der neuen Bahn
Die Bahn macht Lärm? Wer hätte das auch vorher wissen können?
Wie schön, dass der Bürgermeister schon jetzt nach Lösungen für diesen komplett überraschenden Sachverhalt sucht.
Ein ganz normales Prozedere, das "Hupen" an unbeschrankten Bahnübergängen. Wir leben doch ohnehin in einer Vollkaskogesellschaft, wo jeder gleich einen Schuldigen sucht, wenn es zu einem Unfall kommt -also. Das war und ist eine Eisenbahnstrecke, also muss man sich mit den Gegebenheiten arrangieren, wenn man in der Nähe seinen Wohnsitz begründet. Früher hat's auch gehupt (oder gepfiffen).
3 sec Hupen pro halbe Stunde, das ist schon eine extreme Belästigung...die Zivilisation hat nun auch Pfungstadt erreicht...vielleicht sollten die Anwohner vorsichtshalber schon mal Schallschutzfenster beantragen...möglicherweise verdopplet sich der Takt eines Tages, dann wird Pfungstadt nahezu unbewohnbar... aber mal im Ernst: entspannen - die SBahn-Station wird den Anwohnern noch ganz andere Probleme bringen. Dem OB kanns egal sein, der geht ja nun in "Ruhe"stand.




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