nieder-beerbach.
Jede Veränderung beginnt mit einer Standortbestimmung. „Wie geht es Ihnen im Moment?“, das fragte deshalb Joachim Lask bei seinen Vortrag beim dritten Frauenfrühstück der Evangelischen Kirchengemeinde Nieder-Beer
bach zum Thema „Lebensziele erreichen, Selbstmanagement“. Nach einem liebevoll unter der Leitung von Renate Bachmann vorbereiteten Frühstück forderte Jo
achim Lask (47) die vierzig Frauen immer wieder auf, miteinander ins Gespräch zu kommen. Lask fühlt sich mit Nieder-Beerbach verbunden, weil er in der Nähe in der Fachklinik Haus Burgwald aufwuchs, die sein Vater Karl Lask von 1954 bis 1990 leitete.„Das Leben stellt an uns Entwicklungsaufgaben“, sagte der Psycho- und Familientherapeut, der in Nieder-Ramstadt lebt und seine Praxis betreibt. Und das in jeder Lebensphase. „Sie können immer etwas tun“, spornte Lask seine Zuhörerinnen an. Dabei legte er die Phasen Ablösung, Erwachsensein, Übergang in die Dreißiger, Lebensmitte, Reife sowie 60 plus mit ihren Herausforderungen dar. Um in jeder Lebensphase ein bewusstes Leben zu führen, sollte man Ziele haben und formulieren. Solche Ziele könnten etwa sein, einen Volkshochschulkurs zu besuchen, eine neue Beziehung einzugehen oder mehr Sport zu treiben. Wichtig sei dabei, dass die Ziele erreichbar seien und man „Mut zum Scheitern“ haben sollte. Denn nur dieser bringe vorwärts. Aber Ziele erreichen zu wollen, das strenge persönlich an. Lask empfahl eine Übung, in 30 Sekunden drei Ziele aufzuschreiben. „Das hat denselben Effekt, wie wenn man drei Stunden darüber diskutiert“, ist sich der Therapeut sicher. Ein Ziel aufzuschreiben, erhöhe die Chancen, es auch zu erreichen, so der Psychologe. Herz und Gehirn erfassten Ziele besser, wenn sie erst einmal notiert seien. Außerdem könne man sie besser überprüfen. Wer von seinen Zielen in Familie und Freundeskreis erzähle, erfahre, dass nachgefragt werde. Ein „positiver öffentlicher Druck“ entstehe. Petra Roßmann, die aus Seeheim gekommen war, fand die „Ansätze super“. Mit 44 Jahren, „wenn die Kinder aus dem Allergröbsten raus sind“, frage man sich: „Was kommt jetzt?“ Der Vortrag habe ihr „gedankliche Strukturen“ mitgegeben. Marie Rogotzki aus Nieder-
Beer
bach hat eine positive Lebenseinstellung: „Ich kann verzeihen und auf andere zugehen.“ Der Vortrag habe ihre Einstellung positiv verstärkt, auch darin, ihre persönlichen Ziele, etwa sich körperlich regelmäßig bei Wassergymnastik zu betätigen, durchzuziehen.Mut zum Scheitern, um Ziele zu erreichen
Vortrag: Psychologe Joachim Lask regt Frauen in Nieder-Beerbach zum Selbstmanagement an – Am Anfang sollte immer eine Standortbestimmung stehen – Leben stellt Entwicklungsaufgaben
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