Hatten zwölf junge Bauarbeiter („Flying Energy“ Weiterstadt) ihren kleinsten Azubi noch mühelos auf Händen getragen und Cowboys („Zu Schee“ KC Eiche Darmstadt) kernige Wildwestromantik verbreitet, erhielten die Schneppenhäuser „Mühlbachräuber“ früh die erste „Rakete“: In ihrer Schöpfungsgeschichte des Mannes führten neun fellbekleidete Urzeitbewohner bei der Messeler Damensitzung die Evolution zum Schlipsträger vor.
Zugaben mussten die hünenhaften Krankenschwestern und Chirurgen („Funkenspritzer“ Weiterstadt) geben während sich die Dietzenbacher Feuerwehrmänner unter „Ausziehn, ausziehn“-Rufen aus dichtem Rauch und Feuer herausschälten. Halbnackt mischten sie sich unter die Damen im Saal.
Vom Messeler Männerballett gab es Klamauk im Al-Capone-Stil, von den Frankfurter „Pink Tigers“ kerzengerade hochgeworfene Beine im Polkarhythmus. Stilvoll seriös dagegen ein kleines Menuett, das der Damenelferrat in züchtigen venezianischen Samtgewändern hinlegte.
Unter dem Motto „Ladies Night – ab ins Schloss zur Narrenzeit“ hatte Sitzungspräsidentin Laura Depner vor der Kulisse einer Ritterburg vier Stunden lang neben jungen Tänzern auch bissig vom Leder ziehende Büttenrednerinnen anzusagen. So etwa Nicole Plaum (RCC Roßdorf), der trotz eingehenden Studiums des Kamasutra immer noch der passende Mann fehlte. „Die aane sin blöd, die annern Spinner“, so ihr Fazit. Mit ihrem Bericht zu entnervender Diät und Fitnesswahn sprach „Fettsünderfraa“ Masilia aus Groß-Zimmern vielen Messeler Närrinnen aus dem Herzen.
Wenn die Weiber die Herren tanzen lassen
Damensitzung – Den Messeler Närrinnen werden gleich sieben Männerballette geboten
MESSEL.
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