DARMSTADT-DIEBURG.
Die CDU in Stadt und Kreis fordert die Ausweitung der Darmstädter Gymnasien, damit die Landkreiskinder nicht mehr von dort zurückgewiesen werden. In zwei fast identischen Anträgen will die Union das Darmstädter Stadtparlament und den Kreistag Darmstadt-Dieburg im September mit ihrer Forderung konfrontieren. Die CDU will unter anderem die Bert-Brecht-Schule vom Oberstufengymnasium zum Gymnasium schon ab Klasse fünf ausbauen. Eine gymnasiale Erweiterung sei auch an der Eberstädter Gutenberg-Gesamtschule denkbar - einschließlich Einrichtung einer Oberstufe. In einer ,,Trägervereinbarung" könnte festgehalten werden, wie sich der Kreis für die Aufnahme seiner Kinder bei der Stadt finanziell revanchiert.Kreisschuldezernent Christel Fleischmann dürfte von dem CDU-Vorstoß nicht begeistert sein. Der Grünen-Politiker hat in der Vergangenheit immer wieder betont, dass die gymnasialen Angebote im Kreis gleichwertig mit den städtischen seien. Fleischmanns Ziel ist es, die Kinder mit einem attraktiven Angebot im Kreis zu halten.Die Union sieht sich zu ihrem Vorstoß genötigt, weil Fleischmann und sein Darmstädter Amtskollege Dierk Molter (FDP) ihre Zusammenarbeit wegen unüberbrückbarer Gegensätze vorläufig auf Eis gelegt haben. Wie berichtet, waren die Pläne für einen gemeinsamen Schulentwicklungsplan vor einigen Monaten für vorläufig gescheitert erklärt worden. Stadt und Landkreis werden nun aller Voraussicht nach noch in diesem Herbst jeweils getrennte Pläne vorlegen.
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