Die Ankündigung des CDU-Fraktionsvorsitzenden Dirk Barkhausen, den bestehenden Pachtvertrag der OHI über das Jahr 2022 hinaus möglicherweise nicht verlängern zu wollen (ECHO vom 1. Februar), stoße bei der Groß-Bieberauer SPD einhellig auf Ablehnung, teilt die Partei gestern mit.
Anstatt, wie von Bürgermeister Edgar Buchwald vorgeschlagen, die Lärmbelastung des Steinbruchbetriebes durch eine geänderte Verkehrsführung zu reduzieren, greife die CDU „lieber gleich zum Vorschlaghammer und stellt den Fortbestand der OHI in Frage“, schreibt SPD-Fraktionschef Georg Weber. Einerseits beklage die CDU mit ihrem Partner FWG die angespannte Haushaltslage der Stadt, andererseits „schwadroniert der Fraktionsvorsitzende der CDU hemdsärmelig über eine Schließung der OHI und verprellt ohne Not einen der wichtigsten Gewerbesteuerzahler der Stadt“, kritisiert Weber den Vorstoß. „Mit derartigen Eskapaden“ werde die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Stadt und der OHI aufs Spiel gesetzt. „Wem das nutzen soll, ist für uns ein Rätsel. Eine derartige kommunalpolitische Geisterfahrerei ist mit der SPD Groß-Bieberau jedenfalls nicht zu machen“, so Weber weiter.
Nach Ansicht der Sozialdemokraten sei es unverantwortlich, die Planungen für eine Anbindung der OHI an die B 38 vorerst auf Eis zu legen, wie es CDU, FWG und FDP beabsichtigen. Dadurch müssten die Anlieger im Wersauer Weg und am unteren Haslochberg mit dem Schwerverkehr vor ihrer Haustür erst einmal weiter leben.
SPD wirft CDU Geisterfahrerei vor
GROSS-BIEBERAU.
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