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Fiege-Lager kommt ans „Dieburger Dreieck“

Gewerbe – Parlament unternimmt weiteren Schritt für Ansiedlung des Logistik-Dienstleisters im „Dieburger Dreieck“

Das geplante Logistikzentrums im „Dieburger Dreieck“. Zeichnung: Fiege
Das geplante Logistikzentrums im „Dieburger Dreieck“. Zeichnung: Fiege
Es wird eine Investition für 40 bis 50 Millionen Euro. Im Osten Dieburgs, auf dem Areal „Dieburger Dreieck“ zwischen der K 128 im Süden und der nördlich gelegenen Bahnlinie Richtung Altheim, wird das Kontraktlogistikunternehmen Fiege ein „Multi-User-Center“ errichten. Dieburgs Stadtparlament hat den Weg für das Großprojekt weiter geebnet.
DIEBURG.

Alleine die Lagerhalle aus neun Segmenten mit 90 000 Quadratmeter Nutzflächen – darunter Büros und Sozialräume – wird mehr als 550 Meter in der Länge messen. Das geht aus den noch nicht endgültigen Plänen hervor, die Jan Dünzelmann, Leiter des Bau- und Immobilienbereichs bei Fiege Logistik Stiftung & Co. KG (Greven/Westfalen), den Dieburger Stadtverordnetem vorstellte. Der Baukörper soll um die 17 Meter über Grund aufragen.

Das „Multi-User-Zentrum“ wird über das Lager mehrere Kunden bedienen. Ein erster Kunde wurde bereits gewonnen. Er will in Dieburg Reifen einlagern und umschlagen. Mit anderen Interessenten ist das Unternehmen im Gespräch.

In dem Lager, in dem rund um die Uhr gearbeitet wird, sollen nach den neuesten Berechnungen rund 400 gewerbliche und 120 kaufmännische Mitarbeiter beschäftigt werden. In 24 Stunden wird mit 480 Lkw-Bewegungen – das wären 240 An- und Abfahrten – gerechnet. Von ihnen sollen es noch circa 66 zwischen 22 und 6 Uhr sein.

Angebunden wird das Logistikzentrum an die südlich vorbeiführende K 128, von der der Lkw-Verkehr auf die B 26 und die B 45 gelenkt werden kann. Der Radweg neben der Kreisstraße soll erhalten bleiben. Der fast parallel verlaufende Banngraben soll verlegt, naturnah und „hochwertiger“ gestaltet werden, so Dünzelmann. In der Nordwest- und in der Nordost-Ecke des Lagerkomplexes sind zwei Versickerungsteiche für das Oberflächenwasser der Anlage vorgesehen. Auf die Investitionskosten angesprochen, sprach Jan Dünzelmann am Dienstag am Telefon von einem „Millionenbetrag im mittleren zweistelligen Bereich“.

Die Erstellung des Bebauungsplans liegt beim Büro Wolkers Partner (Coesfeld/Westfalen). Dessen Vertreter Carsten Lang sprach von einem „ganz normalen, nicht vorhabenbezogenen Bebauungsplan“, der für das Projekt aufgestellt werde. Die Anbindung des Großlagers an die K 128 hielt er für „unproblematisch“. Allerdings müssten der Einfahrtsbereich und der Bereich der Einmündung der Kreisstraße auf die B 26 – wegen der Kurvenradien – umgestaltet werden. Wie der Lkw-Verkehr dann weiter fließe, das sei Sache des ausstehenden Verkehrsgutachtens. Noch weitere Gutachten begleiten das Projekt. Sie betreffen unter anderem die Entwässerung des Lagerkomplexes sowie Immissionen wie den Schallschutz. Auf Nachfragen aus den Reihen der Fraktionen beantwortete Jan Dünzelmann die nach dem Verbleib der Gewerbesteuer, die das Unternehmen zu zahlen habe, dass diese für den künftigen Dieburger Standort von Fiege, das weltweit mehr als 200 Standorte betreibt, auch in Dieburg bleibt.

Das gesamte Areal „Dieburger Dreieck“ misst rund 15 Hektar. Die Stadt verfügt dort über eine Fläche von rund 72 500 Quadratmeter, die übrigen 86 000 Quadratmeter sind in Privatbesitz. Mit diesen Grundstückseigentümern ist Fiege bereits handelseinig geworden und hat Verträge geschlossen. Die Stadt dürfte aus dem Grundstücksgeschäft mehr als zwei Millionen Euro erlösen. Das Grundstück muss der Investor erschließen.

Investor trägt Kosten für Bebauungsplanung

Einhellig folgte Dieburgs Stadtverordnetenversammlung in ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause den Empfehlungen des Magistrats, damit das weitere Bauleitplanverfahren – der Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplans war bereits im April gefallen – „schnellstmöglich“ durchgeführt werden kann. Als nächstes werden die Träger öffentlicher Belange zur Stellungnahme aufgefordert, bevor es zur Offenlage der Pläne kommt, für die der Investor die Kosten übernimmt.

Erste Änderungen gibt es auch. So wird der Geltungsbereich des Bebauungsplanes für das künftige Sondergebiet „Logistikzentrum“ im Bereich der Grundstückszufahrt von der K 128 her erweitert. Gleiches gilt auch für den Flächennutzungsplan „Dieburger Dreieck“. Außerdem – so ein zweiter Änderungsgrund – geht eine Biotopfläche entlang der Bahnlinie im Nordosten des „Dreiecks“ an „Fiege“.

Seit 2009 bemühte sich die Stadt Dieburg, das „Dieburger Dreieck“ als Gewerbegebiet zu veräußern und für das Acker- und Brachland einen Interessenten zu finden. Zuerst war ein reines Reifenlager im Gespräch, später die Ansiedlung eines Internethändlers. Beide Projekte waren gescheitert.

Dateiname : Lageplan neues Logistikzentrum am "Dieburger Dreieick"
Dateigröße : 2.07 MBytes.
Datum : 25.06.2013 17:53
Download : Hier herunterladen
Lageplan neues Logistikzentrum am "Dieburger Dreieick"
 

Artikel Text Laenge: 4283

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  • 25. Juni 2013
  • Von wr
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