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12. November 2009  | aus

11.11.: Peter Sauer macht am Kreisel die Donauwelle

Einweihung: Dieburger Firma feiert die Verkehrsfreigabe nach und verteilt am Kreisverkehrsplatz Kuchen an Autofahrer

| Vergrößern | Kuchen an Autofahrer verteilt Peter Sauer zur inoffiziellen Freigabe des Verkehrskreisels bei seinem Betrieb. Foto: klaus holdefehr
DIEBURG. 
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Kuchen an Autofahrer verteilt Peter Sauer zur inoffiziellen Freigabe des Verkehrskreisels bei seinem Betrieb. Foto: klaus holdefehr

Dieburger sind gelegentlich närrisch. Seit gestern, dem 11. 11., sind sie es wieder ganz offiziell. Doch das nicht nur die bekannten Narrengrößen. Kurz vor 11 Uhr 11 beginnt Peter Sauer mit dem Countdown – gewissermaßen für eine ausgefallene Kampagne-Eröffnung – die des Kreisverkehrsplatzes an der Kreuzung der Groß-Zimmerner Straße mit der K 128 und der Landesstraße 3114 Richtung Groß-Zimmern. Sauers Pfiff gellt über die großzügige Kreuzungsanlage neben seinem Betrieb „Sauer und Sohn“ im Dieburger Südwesten. In den nächsten 20 Minuten verteilen er und seine Mitarbeiter zur „inoffiziellen Einweihung“ des Kreisverkehrs, der seit sieben Wochen für den Verkehr freigegeben ist, genau 788 Schnittchen Donauwellen an Autofahrer.

Die sind zunächst verblüfft, die meisten greifen zu, nur wenige verweisen auf aktuelle Diätbemühungen. Auf jeden Fall werden keine Beschwerden über die Donauwellenstaus an allen vier Armen des Verkehrsbauwerks registriert. „Das ist alles angemeldet“, versichert Sauer. Zu den Hintergründen der Aktion sagt er: „Wir haben hier in unmittelbarer Nachbarschaft unseres Betriebs neun Monate eine große Baustelle gehabt, und irgendwann sind unspektakulär die Baken weggeräumt worden. Das war uns einfach zu wenig.“ Nun konnte man ja kein Flatterband mehr spannen, aber der Zuschnitt der Donauwellen – „acht Bleche vom Bäcker Mai“ – ersetzt an diesem Tag die Schere , sieht es der Brötchengeber von rund 150 Mitarbeitern.

„Zur inoffiziellen Einweihung wäre gerne Bürgermeister Werner Thomas gekommen, aber der hatte genau um 11 Uhr 11 eine Trauung.“ So ist das halt in der Stadt der Narren, die inzwischen auch eine Stadt der Sparhaushalte ist, weswegen der Bürgermeister den Unternehmer um eine „Kreiselpatenschaft“ angegangen hatte, in die Sauer gerne einwilligte, „weil die Stadt durch den Kreisel am südwestlichen Eingang mit unserem Firmensitz ein ganz neues Gesicht bekommen hat.“

Ausdruck dieser Patenschaft ist inzwischen die Anpflanzung von 426 Lavendelbüschen. Und es soll noch mehr werden. Sauer klärt auf, worüber während des Kreiselbaus viele Passanten rätselten: „In der Mitte gibt es ein vier mal vier Meter messendes Betonfundament. Da soll mal eine Skulptur drauf, aus Materialien, die wir auch in unserem Betrieb verwenden, zum Beispiel Edelstahl. Wir wollten das in Zusammenarbeit mit einer Darmstädter Hochschule ausschreiben, aber da gibt es noch Probleme.“

Einer der Autofahrer gratuliert beim Donauwellen-Stopp dem Kuchenspender. Und so stellt sich noch heraus, dass Peter Sauer ein „Obernarr“ ist: er feiert an diesem Tag seinen 52. Geburtstag.


 
 


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