„Die Stimmung ist gut, die Sonne lacht, Babenhausen feiert Fassenacht“, das war nicht etwa das Zugmotto, sondern Gereimtes von Zugmarschall Helmut Fendt, der sich in gewohnter Manier vor der Stadthalle postiert hatte und das Defilee kommentierte. Als immer mehr Wolken über der Stadt zusammenzogen, hatte er auch eine Schlechtwettervariante parat, etwa so: „…aber auch wenn’s stürmt und schneit, sind zum Feiern wir bereit!“
Zum Feiern bereit waren einige Tausend Schaulustige entlang der Strecke. Sie wurden mit vielen fliegenden Süßigkeiten und auch einigem Hochprozentigen belohnt.
Unter den 54 Nummern des Babenhäuser Umzugs war viel Bekanntes, vieles allerdings in neuen Kleidern. Und einiges war völlig neu – zum Beispiel die Kinziggeister, eine dieser Guggemusiken, wie sie in hiesigen Breiten immer mehr das närrische Geschehen bereichern.
Anders als in den Fastnachtshochburgen gab es in Babenhausen aber keine politischen Motivwagen, nur euro-kriselnde Mäuse aus Harreshausen. „Das Politische mögen die Leut' hier nicht so“, meinte Rüdiger Manowski, seit vielen Jahren in Langstadt Narr und erfahrener Kommunalpolitiker – gewiss ein Kenner der Materie. Stattdessen gab’s Buntes, liebevoll gemalt und genäht, viel Musik, auch von den Marshmallows aus dem nahen Aschaffenburg, hinter denen magentafarbene und azurblaue Bären steppten.
Schlümpfe zogen vorbei, Schneewittchen kam des Wegs, Clowns, Eier und Elfen und etliche große und kleine Garden.
Für diesen Umzug behielt Manowski recht. Es gab aber schon Jahre, da zogen gleich in mehrfacher Ausfertigung Themen mit, an denen sich die Gemüter der Babenhäuser erhitzt hatten – Jenny beispielsweise, der Muschelkutter fürs Freibad. Jetzt heißt die Prinzessin so, die auf dem vorletzten Wagen die Huldigungen des närrischen Fußvolks entgegennahm.
Schlümpfe, Eier und Elfen
Fastnachtszug – Politik bleibt beim närrischen Defilee der 54 Zugnummern in Babenhausen außen vor




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