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Neuer Anlauf zum zweiten Anschluss

Verkehr – Heppenheim lässt die Verkehrsströme untersuchen, um die zweite Autobahnabfahrt auf den Weg zu bringen

Der Magistrat der Stadt Heppenheim hat für 129 710 Euro eine regionale Verkehrsuntersuchung als Vorbereitung für einen zweiten Autobahnanschluss Heppenheim-Süd in Auftrag gegeben. Das gab Bürgermeister Rainer Burelbach (CDU) in der Stadtverordnetenversammlung bekannt.
HEPPENHEIM.
Eine Variante, für Heppenheim einen zweiten Anschluss zur A5 (links) zu bauen, sieht eine Verbindung zur L3398 zwischen der Kreisstadt und Hüttenfeld vor. Die im Bild gezeigte Brücke wird im nächsten Jahr abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Foto: Lutz Igiel
Eine Variante, für Heppenheim einen zweiten Anschluss zur A5 (links) zu bauen, sieht eine Verbindung zur L3398 zwischen der Kreisstadt und Hüttenfeld vor. Die im Bild gezeigte Brücke wird im nächsten Jahr abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Foto: Lutz Igiel


Im Wahlkampf um das Amt des Heppenheimer Bürgermeisters tauchte ein zweiter Autobahnanschluss als Wunschziel in vielen Wahlprogrammen auf. Nun hat Burelbach mit dem Auftrag für eine regionale Verkehrsuntersuchung an ein Ingenieurbüro den ersten Schritt zu einer Verwirklichung gemacht. Burelbach beruft sich auf einen Auftrag der Stadtverordnetenversammlung vom Dezember und einen Magistratsbeschluss vom Mai, wie er auf eine Anfrage der Grünen Liste Heppenheim (GLH) mitteilte. Auch die Fraktion LIZ.Linke hatte sich in einem Antrag mit dem Thema beschäftigt.
Zunächst müsse ein Fragenkatalog des Bundes beantwortet werden, sagte der Bürgermeister. Dazu diene eine Modellsimulation der regionalen Verkehrssituation. Hessen Mobil und das hessische Wirtschaftsministerium hätten Unterstützung zugesagt. Während Laudenbach 10 000 Euro zu dem Autobahnanschluss beitragen will, wolle sich Hemsbach nicht beteiligen. Über die untersuchten Planungsvarianten wollte Burelbach zum jetzigen Zeitpunkt keine Auskunft geben.
Mit dieser Antwort war die GLH nicht zufrieden: „Wir wollen wissen, welche Alternativen untersucht werden und wo diese liegen: auf Heppenheimer Gemarkung oder in Baden-Württemberg“, betonte Peter Müller. Wenn sich herausstelle, dass die beste Lösung in Baden-Württemberg liege, „haben wir 130 000 Euro ausgegeben“, damit dort ein Autobahnanschluss gebaut werde. In diesem Fall erwarte man, dass Baden-Württemberg die Hälfte der Kosten übernehme. Die GLH könne bei Bedarf auch einen Akteneinsichtsausschuss verlangen, „dann erfahren wir es ja“, sagte Müller. Zudem kritisierte er, dass die Antwort nicht schriftlich vorliege.
Burelbach sprach von einem personellen Engpass in der Verkehrsbehörde, versprach aber, die Planung im nächsten Bau-, Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss vorzustellen. Die Verkehrsuntersuchung werde wegen der derzeitigen Baustellen schwierig werden.

In Hemsbach und Laudenbach hätten die Gemeinderäte das Thema bereits öffentlich diskutiert – samt den Planungsalternativen, sagte Ulrike Janßen (LIZ.Linke).
Der Bürgermeister könne Fragen zu den Varianten noch gar nicht beantworten, denn es sei „eine ergebnisoffene Untersuchung“, sagte Jürgen Semmler (CDU). Die Verkehrszählung solle erst einmal zeigen, ob der Anschluss auf Heppenheimer Gemarkung, auf der Landesgrenze oder weiter südlich liegen solle. In jedem Fall profitiere die gesamte Region davon.
„Die Vorgaben hätten wir gerne gesehen und besprochen“, widersprach Janßen. Ein Planfall sehe die Schließung des derzeitigen Autobahnanschlusses Hemsbach vor, was für Heppenheim nicht sinnvoll sei. Jeder Planfall koste extra.
Nach den in Hemsbach vorgelegten Unterlagen werden sechs sogenannte Planfälle sowie die Auswirkungen einer unveränderten Situation im Jahr 2025 untersucht. In zwei Fällen liegt die Abfahrt Süd am Knotenpunkt mit der L3398 (Bürgermeister-Metzendorf-Straße) zwischen Heppenheim und Hüttenfeld, mal mit, mal ohne Anschluss zur Kreisverbindungsstraße in Laudenbach. In den Fällen 3a und b liegt der neue Autobahnanschluss auf der Landesgrenze, schließt primär das Gewerbegebiet Laudenbach an und führt westlich der A5 zur L3398.
Im Fall 3b wird dafür die Ausfahrt Hemsbach geschlossen. In zwei weiteren Fällen wird nur mit Umgehungsstraßen, ohne neue Autobahnzufahrt geplant. Teilweise führen die Straßen durch Ausgleichsflächen oder liegen auf einer ICE-Trassenvariante.

 

Artikel Text Laenge: 3445

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  • 26. Juni 2012
  • Von mam
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