E-Paper | Mobil | Newsletter | RSS RSS
 
 
| |
 
SUCHE: | Erweiterte Suche |
 
| Suchen |
 
 

Heppenheimer wandern durchs Elztal

Ausflug: Der Odenwaldklub Heppenheim begibt sich auf dem Kalkofenweg auf die Spuren früherer Kulturen – Römer führen die Bautechnik in der Region ein

Auf die Spuren der Kalköfen im Elztal im Neckar-Odenwald-Kreis begaben sich die Wanderer des Odenwaldklubs Heppenheim (OWK). Die Tour begann mit einer Zugfahrt nach Dallau, an ...
HEPPENHEIM.


Auf die Spuren der Kalköfen im Elztal im Neckar-Odenwald-Kreis begaben sich die Wanderer des Odenwaldklubs Heppenheim (OWK). Die Tour begann mit einer Zugfahrt nach Dallau, an den Beginn des Kalkofenwanderweges, der die beiden Öfen in Dallau und Neckarburken verbindet.
Vorbei am Wasserschloss der Herren von Heinriet ging es bergauf zum Kalkofenwanderweg, durch Felder und ein kleines Wäldchen. Bald war der erste restaurierte Kalkofen erreicht. Bei einer kurzen Rast erläuterte Wanderführer Karl-Martin Flath die Funktionsweise des Geräts – und den Grund dafür, dass gerade im Elztal Kalköfen zu finden sind: das Tal mit seinen Ortsteilen liegt am Übergang von Buntsandstein und Muschelkalk.

Die Gesteinsgrenze ist quasi gleichzusetzen mit der räumlichen Unterscheidung zwischen Odenwald und Bauland. Dort war es besonders effektiv, Kalkschachtöfen zu errichten. Die Öfen waren innen aus Buntsandstein und außen aus Kalkstein gemauert. Im Ofen wurde in Lagen Kalkstein und Holzkohle aufgeschichtet und angezündet, das Kohlendioxid entwich den Kalksteinen. Auf diese Weise entstand gebrannter Kalk, der mit Wasser und Sand vermischt einen Mörtel zum Verputzen und Mauern ergibt. Die im 19. Jahrhundert errichteten und restaurierten Öfen erinnern an eine viele Jahrhunderte alte Technik zur Herstellung von Mörtelkalk, einer Technik, die bereits die Römer in die Region einführten.
Neben der historischen Einführung kamen die Wanderfreunde auch in den Genuss weiterer Annehmlichkeiten: Der Weg zum zweiten Kalkofen bot eine herrliche Aussicht. Auch der zweite Kalkofen wurde gebührend bewundert, bevor die Gruppe sich wieder in Richtung Dallau aufmachte, um mit dem Zug nach Neckarburken zu reisen: Dort fand der Ausflug im Gasthaus „Zur Eisenbahn“ seinen Abschluss. Bevor die Wanderer nach Heppenheim zurückfuhren, dankte Helmut Arnold dem Wanderführer Karl-Martin Flath im Namen der Wandergruppe für die interessante Wanderung.

 

Artikel Text Laenge: 1948

ANZEIGE
 
  • 07. Juni 2011
  • Von e
x Artikel verlinken

Wenn Sie auf diesen Artikel von echo-online.de verlinken möchten, können Sie einfach und kostenlos folgenden HTML-Code in Ihre Internetseite einbinden:

Bitte beachten Sie unsere AGB, die Datenschutzerklärung und das Impressum. Sämtliche Rechte für Artikel liegen bei der Echo Medien GmbH. Beiträge dürfen als Textkopie, Pdf-Datei oder Bild-Scan nur nach Absprache in das Layout anderer Seiten eingebunden werden.

 
SCHON GESEHEN?
 
 
ANZEIGE