Sozialforscher vermuten Zusammenhänge zwischen den Veränderungen der Arbeit und dem Wandel von Paarbeziehungen. Bisherige Studien dazu haben sich vor allem auf die Bedeutung gestiegener Erwerbs- und Bildungsbeteiligung von Frauen konzentriert. Weniger gut erforscht ist die Situation der Männer und ihre veränderten Rollen in Familie und Paarbeziehung.
Daher will nun eine am Institut für Soziologie der TU Darmstadt geplante Studie untersuchen, was es für eine Paarbeziehung bedeutet, wenn die Frau die Rolle der Familienernährerin einnimmt. Dabei soll nach sozialem Milieu differenziert werden.
Die Soziologen untersuchen, welche Auswirkungen unsichere Erwerbsverhältnisse oder Arbeitslosigkeit für das Paar haben. Zu den Fragestellungen zählt, wie sich die Balance von Geben und Nehmen und die Arbeitsteilung in der Beziehung wandeln, sobald der männliche Partner in seiner Erwerbstätigkeit reduziert oder erwerbslos wird. Wird der Mann sich dann stärker in Familie und Haushalt einbringen?
Für die Studie sucht das Institut noch Interviewteilnehmer im Alter zwischen 30 und 55. Sie sollten gemeinsam leben und haushalten, die Frau sollte mehr verdienen als der Mann. Das Interview dauert etwa anderthalb Stunden, eine Aufwandsentschädigung ist möglich. Interessenten erreichen die Organisatorin der Studie unter Telefon 06151 1675354 oder jockel@ifs.tu-darmstadt.de
Wird der „ernährte Mann“ zum Hausmann?
Sozialforschung – Für Darmstädter Studie werden noch Interviewpartner gesucht
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