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10. Januar 2012 e

20 Jahre Datenübertragung aus dem All

| Vergrößern | Den Windschatten der GARS nutzen die Pinguine. Foto: DLR

Vor der Tür brüten Pinguine und nutzen die große Satelliten-Antenne und ihren Sockel als Windschutz. Im Inneren der deutschen Antarktisstation GARS (aus: German Antarctic Receiving Station) O’Higgins kontrollieren Mitarbeiter des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) den Empfang von Satellitendaten. 1991 gegründet, trotzt die Station seit 20 Jahren den eisigen Stürmen auf dem Weißen Kontinent, sie ist rund um die Uhr besetzt. Der Grund für ihren Bau war damals die zu geringe Datenspeicherkapazität des europäischen Erdbeobachtungs-Satelliten ERS-1.
Im September 1991 wurde GARS O’Higgins in Betrieb genommen. Klaus Reiniger, Stationsmanager der ersten Stunde, installierte die Antenne, die auch starken Stürmen standhalten muss.
Seither reisen Ingenieure des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt Oberpfaffenhofen zum Schichtdienst in die Antarktis. Ihr Weg geht vom chilenischen Punta Arenas mit der chilenischen oder brasilianischen Luftwaffe zur vorgelagerten King George Insel, von dort per Schiff zur Station. Die Besatzungen wohnen in miteinander verbundenen Containern mit Schlafzimmern, Küche und Badezimmer. Sturmböen rasen mit bis zu 250 Kilometer in der Stunde über Station und Antenne hinweg. Mittlerweile ist sie vor allem für den Empfang der Daten zuständig, die von den Radarsatelliten TerraSAR-X und TanDEM-X zur Erde gesendet werden.
Zum O’Higgins-Team gehören neben Stationsdirektor Erhard Diedrich und Logistik-Manager Marcelo Morais neun Ingenieure, die sich bei den rund acht Wochen dauernden Einsätzen in der Antarktis abwechseln. Nicht selten verhindern schwere Stürme das Anlegen von Schiffen, sodass die Schicht auch länger dauern kann, teilte DLR-Pressesprecherin Manuela Braun auf Anfrage des ECHO mit.
Über den Jahreswechsel machten Stationsmanager Robert Metzig und Ulf Lindh Dienst auf der Basis. Wenn die Ingenieure vor die Türe ihres Arbeitsplatzes treten, bietet sich ihnen ein Ausblick, der für Arbeitnehmer eher selten ist: Eisberge, Pinguine und eine Schnee- und Eislandschaft, die eine ganz eigene Faszination ausübt.





 
 


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