Besonders Weihnachten und Neujahr liegen 2012/13 für Arbeitnehmer perfekt: Mit nur drei Urlaubstagen können elf arbeitsfreie Tage ergattert werden – vorausgesetzt, der Samstag ist ohnehin arbeitsfrei.
Ostern fällt 2012 auf den 6. bis 9. April. Auch hier kann mithilfe von wenigen Brückentagen viel freie Zeit herausgeholt werden. Es bieten sich zwei Varianten an: Für acht Tage Urlaub vom 31. März bis zum 15. April können 16 Tage Ferien gemacht werden. Bei der kürzeren Kombination von vier Urlaubstagen (2. bis 5. April) kommen zehn Tage für einen Urlaub heraus.
Anfang Mai geht’s weiter: Der „1.“ fällt auf einen Dienstag. Wer sich den 30. April frei nimmt, der kann sich über ein sehr langes Wochenende freuen. Wer drei weitere Urlaubstage von Mittwoch bis Freitag (2. bis 4. Mai) einreicht, der kann neun Tage verreisen.
An Christi Himmelfahrt (17. Mai) und an den Pfingst-Feiertagen (26. bis 28. Mai) wird es noch besser: Mit sechs Tagen Abzug vom Urlaubskonto vom 18. Mai an lassen sich zwölf Tage inklusive Pfingsten verplanen. Das gilt für alle Bundesländer. Und wer in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz oder im Saarland wohnt, der hat dann schon wieder das nächste lange Wochenende vor Augen: Fronleichnam (immer donnerstags) fällt 2012 auf den 7. Juni. Mit einem Brückentag am Freitag gibt es vier freie Tage – bei vier Tagen vom Urlaubskonto sogar eine ganze Woche.
Der nächste bundesweite Feiertag ist der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober, der 2012 auf einen Mittwoch fällt. Da werden aus vier Urlaubstagen neun Tage Ferienzeit. Knauserige nehmen nur zwei Urlaubstage, um fünf arbeitsfreie Tage zu erhalten.
Zum Jahresende kommt das „Highlight“ auch für südhessische Arbeitnehmer: Denn der erste Weihnachtsfeiertag fällt auf einen Dienstag, der zweite auf einen Mittwoch – und Silvester wird am Montag sein. Wer über das Jahr noch ein wenig Urlaub angespart hat und in einem Betrieb beschäftigt ist, bei dem Heiligabend und Silvester nicht als volle, sondern als halbe Urlaubstage zählen, macht den besten Schnitt: Er reicht Urlaub für den 27. und 28. (und eventuell für den 24. und 31. Dezember) ein und verabschiedet sich dann am 21. Dezember (einem Freitag) bis zum 2. Januar für elf Tage von seinen Kollegen – bei drei Tagen Abzug vom Urlaubskonto.
Wer also geschickt plant – vorausgesetzt, der Arbeitgeber spielt bei der Urlaubsvergabe mit –, früh seine Urlaubstage für 2012 einreicht und sie auch gegen die Wünsche der Kollegen durchsetzen kann, der kann sein Urlaubskontingent locker verdoppeln.
03. Januar 2012 von Wolfgang Büser
und Maik Heitmann
30 Tage Urlaub lassen sich locker verdoppeln
Brückentage 2012 – Mit cleverer Planung ist besonders viel Freizeit drin – falls Arbeitgeber und Kollegen mitspielen
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