Traditionell trägt er die Zusatzbezeichnung Sportback im Namen. Bei identischem Radstand und gleicher Außenlänge ist der Audi A1 mit fünf Türen um jeweils sechs Millimeter höher und breiter. Die größten Unterschiede fallen beim Anblick der Silhouette auf. Die etwas längere und eine Idee höhere Dachlinie ist weiter nach hinten gezogen. Entsprechend rückten auch die hintersten Dachpfosten zurück, so dass die Heckscheibe steiler steht. Herausgekommen ist eine um 1,1 Zentimeter größere Kopffreiheit, während der Raum für die Beine unverändert knapp geblieben ist.
Um stattliche 24 Zentimeter rückten die mittleren Dachpfosten nach vorne. Dies erst ermöglichte den Einbau der Fondtüren, während die vorderen Portale dadurch kürzer sind als die des dreitürigen A1. Im Gegensatz zu diesem kann der Sportback (ausgenommen das Topmodell) ohne Aufpreis mit drei Sitzplätzen im Fond geordert werden.
Mit drei Benzinern und zwei Dieselaggregaten geht der A1 Sportback an den Start. Die Triebwerke sind aus dem dreitürigen A1 bekannt und verfügen über Aufladung und Direkteinspritzung. Keineswegs untermotorisiert kommt der 1.2 TFSI daher, der 86 PS leistet und laut Norm mit 5,1 Litern 100 Kilometer weit kommt. 122 PS mobilisiert der 1.4 TFSI. Den gleichen Hubraum weist die 185 PS starke Topversion auf. Hier teilen sich ein mechanischer Kompressor und ein Turbo die Aufladung. Im Herbst ergänzt ein weiterer 1.4 TFSI, der dann auch für den Dreitürer zur Verfügung steht, die Benzinerpalette.
Das Geheimnis des 140 PS starken Triebwerks ist eine Zylinderabschaltung. Dabei werden im Teillastbetrieb bei etwa 1400 bis 4000 Rotationen der Kurbelwelle die beiden mittleren „Töpfe“ außer Funktion gesetzt. Die Folge ist ein laut Norm um 0,4 Liter pro 100 Kilometer niedrigerer Verbrauch, der sich laut Hersteller je nach Fahrbedingungen sogar auf einen ganzen Liter ausweiten kann. Den Wechsel in den Zwei-Zylinder-Modus bekommt der Fahrer nur durch eine Anzeige in den Instrumenten mit. In wenigen Millisekunden werden die abgeschalteten Zylinder ebenfalls unmerklich wieder aktiv.
Akustisch etwas rau erfolgt der Einstieg bei den Dieselmotoren. Der 1.6 TDI erwirtschaftet 90 PS, bietet aber schon bei niedrigen Drehzahlen viel Zugkraft. Mit einem Normverbrauch von 3,8 Litern auf 100 Kilometer liegt er auf exakt dem gleichen Niveau wie der 1.6 TDI mit einer Leistung von 105 PS.
Das „Sahnehäubchen“ der Selbstzünderfamilie folgt im Sommer in Form eines 143 PS starken 2.0 TDI. Das Triebwerk ermöglicht sportliche Fahrleistungen (0 bis 100 km/h in 8,3 Sekunden, Spitze 217 km/h), zieht bullig aus dem Drehzahlkeller (320 Nm zwischen 1750 bis 2500 U/min.) und gibt sich mit einem Normverbrauch von 4,1 Litern Diesel pro 100 Kilometer überaus sparsam. Noch etwas gedulden müssen sich die Freunde des Allradantriebs. Zwar bietet Audi einen A1 quattro mit 265 PS im zweiten Halbjahr an, aber lediglich als Dreitürer und in einer limitierten Auflage. Mit einem A1 Sportback quattro ist frühestens im nächsten Jahr zu rechnen.
Sportlich, agil, dynamisch: Von der Einstiegsversion bis hin zum sportlichen Topmodell verfügt der Audi A1 Sportback über die identische Fahrwerksabstimmung. Sie vermittelt ein nahezu neutrales Handling des Fronttrieblers. In Verbindung mit der direkten Lenkung fühlt sich der in Brüssel gebaute Ingolstädter auch auf kurvenreichem Geläuf pudelwohl. Zum sportlichen Fahreindruck trägt zudem die nur 220 Kilogramm schwere Karosserie bei. Das leichteste Modell der Baureihe kommt mit einem Leergewicht von 1065 Kilogramm aus.
In zwei Ausstattungslinien steht der neue Audi A1 Sportback zur Wahl. In der Version Attraction sind bereits Klimaanlage und Radio an Bord. Die optisch sportlichere Erscheinung stellt die Ausführung Ambition dar. Dennoch lässt sich der fünftürige A1 durch eine Vielzahl an Sonderausstattungen aufrüsten und zum Beispiel durch ein neues Konzept an Farben auch individualisieren. Mindestens 16 950 Euro ruft Audi für den A1 Sportback auf. Das sind einheitlich 850 Euro mehr als für die jeweils vergleichbaren dreitürigen Modelle.
Audi A1 Sportback
Neu auf dem Markt – Den Audi A1 gibt es jetzt auch als Sportback – Breites Spektrum an Motoren
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