DARMSTADT.
Ein Unfall ist schnell passiert - und wer Zeuge ist, der muss helfen. Was aber, wenn man alles falsch macht und es dem Kranken oder Verletzten am Ende schlechter geht als vorher? „Solange Sie nach gutem Gewissen handeln, kann Ihnen niemand etwas anhaben“, beruhigt Nena Holl vom Roten Kreuz. Als Übungsleiterin vermittelt sie dort die Grundlagen der Ersten Hilfe. In den meisten Fällen könne man mit gesundem Menschenverstand ohnehin erkennen, was zu tun sei. Und, ganz wichtig: „Sie sind in diesem Moment immer versichert.“Zumindest für den Helfer gibt es also keine schlimmen Konsequenzen, zumal sich niemand in gefährliche Situationen begeben muss. „Selbstschutz geht vor“, mahnt Holl eindringlich. Denn wer selbst verletzt wird, kann auch keinem anderen mehr beistehen. Stattdessen sollte man den Notruf 112 wählen und so die Rettungskette in Gang setzen.Vier Fragen sind dann wichtig: Wo ist etwas passiert, was ist dort geschehen, wieviele Menschen sind betroffen und welche Art von Verletzungen haben sie. Je genauer der Anrufer diese Fragen beantworten kann, umso besser sind die Sanitäter vorbereitet, wenn sie eintreffen. Stellt sich vor Ort heraus, dass gar nichts Schlimmes passiert ist, dann bekommt der Anrufer trotzdem keinen Ärger: „Sie sind schließlich kein Mediziner, der das entscheiden kann“, beruhigt Holl. Solange noch nicht sicher ist, ob jemand Hilfe braucht, gilt aber vor allem: Ansprechen und nachfragen. Einem Verletzten machen ein paar freundliche Worten sicher Mut. Und das kann wirklich jeder - ganz ohne spezielle Ausbildung.Keine Angst vor Fehlern
Im Notfall: Auch ohne Kenntnisse in Erster Hilfe kann jeder dazu beitragen, Leben zu retten - Oft genügt es, den Notruf 112 zu wählen
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