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Als freiwillige Patientin lässt sich die zehnjährige Sabeth beim Erste-Hilfe-Kurs in der Kinderbetreuung der Pfarrei Liebfrauen von Sanitäter Dominic Ulmers auf die Trage schnallen. Foto: Christina Kolb
Kinder und Erste Hilfe? Ja, das funktioniert: Auch sie können schon eingreifen, wenn Not am Mann oder der Frau ist. Wenn eine verletzte Person auf der Straße liegt, gibt es schließlich viele Möglichkeiten zu helfen: Einen Erwachsenen holen oder mit dem Handy einen Notarzt rufen - aber auch die verletzte Person ansprechen und fragen, ob man etwas für sie tun kann.
Kurse Für Kinder
Zu den rund eineinhalbstündigen Erste-Hilfe-Kursen für Kindergruppen informiert Wolfgang Blänkle, Telefon 06151 3606-670, E-Mail: wolfgang.blaenkle@drk-darmstadt.de.
Auch der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) bietet Erste Hilfe-Kurse für Kindergarten- und Grundschulkinder zwischen vier und neun Jahren an. Spielerisch erfahren sie von Gefahrensituationen, wie man diesen entgeht und was man tun kann, wenn doch einmal etwas passiert ist. Ansprechpartner ist Dieter Stockinger unter Telefon 06151 50530, E-Mail: d.stockinger@asb-darmstadt.de.
„Auch an Kindertagesstätten und Grundschulen können wir den Kindern schon Sachen vermitteln wie: An wen kann ich mich wenden, wenn etwas passiert ist, wie hole ich Hilfe, wie kann ich meinen Freund warm halten, wenn er sich verletzt hat“, erklärt Wolfgang Blänkle, der Ausbildungsleiter im Kreisverband Darmstadt Stadt des Roten Kreuzes (DRK).
Das DRK bietet daher Erste-Hilfe-Kurse für Kinder ab vier Jahren an. Sie sollen auf spielerische Art und Weise die Grundlagen erlernen. Zu diesen „Einsätzen“ bringt Dominic Ulmers, Sanitäter beim Roten Kreuz, stets Emma, die Handpuppen-Schnecke, und einen Überraschungspatienten mit: Erich, einen überdimensionalen Teddybären. Den dürfen die Nachwuchs-Sanitäter verarzten. Wie man einen Verband richtig anlegt, zeigt ihnen Ulmers vorab.
Selbstverständlich fehlt die Besichtigung des Rettungswagens nicht. Dort gibt es alles, was man zur Ersten Hilfe braucht - und das darf auch erkundet werden: der Notfallkoffer mit allerlei Medikamenten und Spritzen, die Schubladen mit Beatmungsbeutel und Infusionen vieles mehr.
Freiwillige Patienten legen sich mutig auf die Trage und werden angeschnallt. „Schmal und eng“ ist ein häufiger Kommentar der Kinder. Und natürlich macht Ulmers auch mal das Blaulicht an.
Außerdem lernen die Kinder, wie man einen richtigen Fingerkuppenverband macht. Ein breites Stück Pflaster wird ab- und an den Seiten je ein Dreieck ausgeschnitten. Dann wird das Pflaster um den Finger kleben. „Ihr könnt auch noch kleine Dreiecke ausschneiden und sie als Ohren auf den Verband kleben, dann sieht es wie ein Hase aus “, scherzt der Sanitäter.
Wie man den Notruf alarmiert - also die Nummer 112 wählt und sagt, wie, wo und was passiert ist - gehört natürlich auch zum Kursinhalt. Ebenso lernen die Retter von morgen, wie man einen Arm richtig verbindet und einen Bewusstlosen in die stabile Seitenlage bringt. „Die ist jetzt nämlich so weit vereinfacht, dass auch Kinder das schon können“, weiß Wolfgang Blänkle.
Und auch wie man den Verletzten in die wärmeerhaltende Rettungsdecke - auch Knisterdecke genannt - einpackt, lernen die Kinder: Einfach den Patienten auf die Seite drehen, Rettungsdecke an den Körper legen, den Verletzten zur anderen Seite drehen, die Decke unten durchziehen, und zudecken.
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