In Südhessen steht eine weitere große Volksbanken-Fusion an. Wie am Mittwoch der Einladung zu einer heute anberaumten Pressekonferenz zu entnehmen ist, wollen die Volksbank Darmstadt-Kreis Bergstraße und die Groß-Gerauer Volksbank eG 2012 zusammengehen.
Nachdem die Institute aus Darmstadt, Bergstraße und Kreis Bergstraße per 1. Januar 2009 ihre Kräfte gebündelt haben und mit einer zusammengeführten Bilanzsumme von zuletzt 2,177 Milliarden Euro unter die 25 größten Volksbanken bundesweit aufgestiegen sind, folgt jetzt also der nächste Schritt. Nun kommen weitere 1,54 Milliarden Euro dazu. Damit wird das neue Institut zu den zehn größten Volksbanken Deutschlands gehören. Zum Vergleich: Die Sparkasse Darmstadt als Südhessens Marktführer erreichte zuletzt 3,75 Milliarden Euro. Seit Wochen gibt es Spekulationen über eine anstehende Fusion. Dabei wurden unterschiedlichste Namen genannt. Aber nach Angaben eines Branchenkenners sei der südhessische Markt ohnehin permanent in Gesprächen.Mit dem Institut in Groß-Gerau kommt es zur größtmöglichen Lösung, wird die dominante Stellung südlich von Frankfurt weiter ausgebaut. 860 Beschäftigte in rund 60 Filialen kümmern sich künftig um die Belange von insgesamt etwa 220.000 Kunden. Dies belegt die Marktbedeutung der neuen Volksbank. Auf die veränderte Wettbewerbslage angesprochen, sagte Georg Sellner, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Darmstadt, dem ECHO: »Das verändert an unserer Strategie nichts.« Ausreichende Betriebsgröße und starke Kapitalausstattung erlaubten es, den Anforderungen in jeder Beziehung gerecht zu werden. Man werde seinen Weg gehen, den Marktanteil aus eigener Kraft auszubauen. Stehen nun Sparkassen-Fusionen in Südhessen an? Sellner verneint mit Hinweis darauf, dass die einzelnen Institute durch die Bank weg eine »sehr gute Entwicklung« genommen haben. Im vergangenen Jahr hat die Groß-Gerauer Volksbank erstmals die Marke von 1,5 Milliarden Euro bei der Bilanzsumme überschritten. Dem Einlagevolumen von 1,2 Milliarden stand ein Kreditvolumen von 1,08 Milliarden gegenüber. Das Institut hat über 80 000 Kunden und rund 30 000 Mitglieder, 24 Filialen und etwa 400 Mitarbeiter. Der Betriebsgewinn lag bei 14,9 Millionen Euro. Die Volksbank Darmstadt-Kreis Bergstraße hat in der Bilanz 2009 Kundeneinlagen von 1,75 Milliarden stehen und 1,46 Milliarden an Krediten ausgelegt. Es gibt 124 000 Kunden und über 47.000 Teilhaber, 37 Filialen und rund 460 Beschäftigte.Große Volksbanken-Fusion in Südhessen
Kreditbranche: Institute aus Darmstadt und Groß-Gerau bündeln Kräfte - Mit 3,7 Milliarden Bilanzsumme unter Top Ten

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