Hessens Metallindustrie will auch künftig nicht auf Leiharbeiter und befristete Arbeitsverhältnisse verzichten. Die Unternehmen müssten im Auf und Ab der Konjunktur beweglich bleiben, um Betriebe und Arbeitsplätze gleichermaßen krisenfester zu machen, erklärte am Mittwoch der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Hessenmetall, Volker Fasbender. „Sie wollen Flexibilitätspuffer wie Zeitarbeit und Befristung nutzen, aber auch Kosten drosseln können.“
Für die kommende Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall sich zum Ziel gesetzt, die Zeitarbeit zu verteuern und zurückzudrängen. Auch befristete Anstellungen soll es möglichst nicht mehr geben. Stattdessen verlangt die Gewerkschaft die unbefristete Übernahme aller Ausgebildeten als Regelfall. Die Vorgespräche zwischen den Tarifpartnern insbesondere zum Thema Fachkräftemangel sollen an diesem Donnerstag in Neu-Isenburg bei Frankfurt fortgesetzt werden.
Nach jüngsten Zahlen haben die hessischen Metall- und Elektrobetriebe im Oktober ihre Umsätze im Jahresvergleich um knapp zehn Prozent auf 4,855 Milliarden Euro gesteigert. In der Branche arbeiteten nach Angaben von Hessenmetall 210 000 Festangestellte und damit annähernd so viel wie beim historischen Höchststand im September 2008, als 212 000 Beschäftigte gezählt wurden. Die Unternehmen planen laut Fasbender auch weitere Einstellungen vor allem in Vertrieb und Entwicklung.
Metallindustrie will nicht auf Leiharbeiter verzichten
FRANKFURT.
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