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Arbeitslosigkeit in Hessen leicht gestiegen

In Hessen ist die Zahl der Arbeitslosen im Dezember leicht gestiegen.  Archivfoto: dpa
In Hessen ist die Zahl der Arbeitslosen im Dezember leicht gestiegen. Zum Vorjahresmonat erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen um zwei Prozent. Der leichte Anstieg sei saisonüblich.
FRANKFURT.

In Südhessen ist die Zahl der Arbeitslosen im Dezember leicht gestiegen, wie die Agenturen für Arbeit in Darmstadt und Bad Homburg gestern mitteilten. Waren im November noch 28 882 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, sind es nun 29 134, also 252 mehr. Damit ging auch die Arbeitslosenquote leicht auf 5,2 (November: 5,1) Prozent hoch.

„Wegen des noch sehr milden Winters haben wir im Dezember saisontypisch nur einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Männer sind besonders davon betroffen, da sie eher in den saisonabhängigen Außenberufen der Baubranche und des Garten- und Landschaftsbaus beschäftigt sind. Die Frauen haben dagegen im Dezember von einer durch das Weihnachtsgeschäft erhöhten Arbeitskräftenachfrage profitiert“, erläuterte Birgit Förster, Chefin der Agentur für Arbeit Darmstadt.

Im Vergleich zum Vormonat stieg die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Männer im Agenturbezirk Darmstadt um 236 auf 11 134. Bei den Frauen lag die Arbeitslosenzahl im Dezember bei 10 006. Das waren 26 Personen weniger als im Vormonat. Doch das Ende des Weihnachtsgeschäftes und die Quartalskündigungen machten sich erst im Januar bemerkbar und sorgten voraussichtlich dafür, dass dann die Zahl arbeitsloser Frauen wieder ansteigen wird, hieß es.

PDF: Agentur für Arbeit - Arbeitslosenzahlen Dezember 2013

Dateigröße: 605.33 KBytes.
Datum: 07.01.2014 10:23
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Insgesamt sei das Jahr 2013 stagnierend gewesen, resümierte Behördensprecherin Judith Sturm. Es sei nicht viel passiert. In Darmstadt sei man aber „durchaus zufrieden“. Bilanz zieht die Agentur Ende Januar.

Auch die Entwicklung der offenen Stellen sei saisontypisch und zunächst nicht weiter bedenklich. Vieles hänge von der Witterung in den kommenden Wochen ab. Die südhessischen Betriebe und Verwaltungen meldeten im Dezember 1029 neu zu besetzende sozialversicherungspflichtige Stellen. Das waren 28,4 Prozent weniger im Vergleich zum November. Im Vormonat war die Nachfrage aber aufgrund des anstehenden Weihnachtsgeschäfts besonders hoch, hieß es.

Bedarf an Arbeitskräften haben derzeit vor allem Zeitarbeit, Dienstleistung, Handel und verarbeitendes Gewerbe. Einen absoluten Personalmangel gebe es nach wie vor im Erziehungs- und Pflegebereich. Insgesamt waren im Dezember 3749 offene Stellen im Bestand, also vier Prozent weniger als vor einem Monat, aber 25,6 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.

Martin: Mit geringerer Zahl in Hessen gerechnet

Wie in allen Bundesländern ist auch die Zahl der Arbeitslosen in Hessen im Dezember leicht gestiegen. Trotz des milden Winterbeginns waren 177 804 Frauen und Männer arbeitslos – 1,2 Prozent mehr als im November, wie die Regionaldirektion der Arbeitsagentur gestern in Frankfurt mitteilte. Zum Vorjahresmonat erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen um 2,0 Prozent. Die Arbeitslosenquote stieg im Monats- und Jahresvergleich um 0,1 Punkte auf 5,6 Prozent. Der leichte Anstieg sei saisonüblich, betonte die Regionaldirektion: Saisonbereinigt sank die Zahl der Arbeitslosen um 1000 zum Vormonat.

Im Durchschnitt 2013 waren in Hessen 185 607 arbeitslose Frauen und Männer gemeldet. Damit stieg die Zahl der Arbeitslosen erstmals seit dem Krisenjahr 2009 wieder an. 2012 waren 178 320 Frauen und Männer auf der Suche nach einer Beschäftigung, im Jahr davor 182 534. „Wir haben für 2013 mit einer geringeren Arbeitslosenzahl gerechnet“, gab Direktionschef Frank Martin zu.

Gleichzeitig wurden den Agenturen in Hessen im vergangenen Jahr nur rund 127 000 Stellen gemeldet. „Das sind 20 000 weniger als im vergangenen Jahr und ein deutliches Anzeichen dafür, dass die Unsicherheiten bei den Unternehmen über die weitere wirtschaftliche Entwicklung noch erheblich sind“, sagte Martin. Allerdings hatten im Oktober mit 2,337 Millionen Menschen 1,0 Prozent mehr eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung als im Vorjahr.

2014 dürfte die Arbeitslosigkeit in Hessen wieder etwas sinken, die Beschäftigung weiter zunehmen, sagte die Regionaldirektion voraus. Demnach könnte die Beschäftigung im Jahresdurchschnitt um 16 000 Personen zulegen, die Arbeitslosigkeit auf rund 180 000 Männer und Frauen zurückgehen – Voraussetzung sei, dass sich die Konjunktur so gut entwickelt wie erwartet.

 

Artikel Text Laenge: 4124

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  • 07. Januar 2014
  • Von bet/dpa
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