Was wären das Darmstädter Schlossgrabenfest, das Trebur Open Air oder das Odenwälder Nonstock Festival ohne große Bühnen und Tontechnik? Und wie gruselig wären die Halloween-Monster auf dem Frankenstein ohne die passende Beleuchtung? Wenn in Südhessen groß gefeiert wird, dann sind in vielen Fällen die Eventtechniker von MKM aus Eberstadt mit von der Partie. Allein vier Großbühnen sowie ein Dutzend kleinerer Bühnen kann das Unternehmen seinen Kunden zur Verfügung stellen – Beleuchtung, Tontechnik und Betreuung inklusive.
Dabei hatte 1991 alles mit nur acht gebrauchten Scheinwerfern angefangen. Der gegenwärtige MKM-Inhaber Markus Rotter war gerade mit der Schule fertig geworden und organisierte nun die Abschlussfeier. „Die nötige Technik besorgten wir bei einem Verleih“, erinnert er sich. Für ihn und seinen Bruder Michael war das eine Initialzündung: „Wir dachten uns, das machen wir auch.“
Zusammen mit Michael Rotters Frau Kerstin gründeten sie MKM, benannt nach den Vornahmen des Trios, und besorgten sich zum Start genannte Scheinwerfer aus zweiter Hand. Große Sprünge konnte das junge Unternehmen damit noch nicht machen: Die ersten Events, die MKM beleuchtete, waren die Geburtstage von Freunden und Verwandten. Durchaus ein schwieriger Startpunkt: „Das ist gar nicht so leicht, von Verwandten Geld zu verlangen“, erinnert sich Rotter.
Alles, was MKM dennoch verdiente, wurde umgehend in neues Equipment investiert, der technische Bestand vergrößert und schließlich eine erste Bühne angeschafft. Als Michael Rotter 1996 beschloss, hauptberuflich im Verleih zu arbeiten, sei das trotzdem „ein Sprung ins kalte Wasser“ gewesen, berichtet sein Bruder. Wenn auch mit Rückhalt aus dem engsten Umfeld: „Die Familie hat anfangs viel mitgeholfen.“
Markus Rotter selbst arbeitete zunächst nur nebenberuflich bei MKM mit, absolvierte seinen Zivildienst und eine Ausbildung zum Energieelektroniker. Mit dem Abschluss in der Tasche stieg dann aber auch er voll in das Unternehmen ein. „Schon vorher, 1994, kam dann Halloween zu uns.“ Dem Grusel-Event auf der Burg Frankenstein, das die Eberstädter seither illuminieren, folgten weitere, immer größere Aufträge. Bald mussten Rotters weitere Mitarbeiter einstellen. 1998 folgte der erste Auszubildende zum Veranstaltungstechniker, „damals ein ganz neues Berufsbild.“
Mittlerweile sind zwölf Mitarbeiter fest bei MKM angestellt, drei von ihnen sind Azubis. Zwei werden zum Veranstaltungstechniker ausgebildet, der Dritte zum Veranstaltungskaufmann. Denn längst beschränkt sich MKM nicht mehr nur darauf, Event-Technik zu verleihen. „Wenn der Kunde es wünscht, dann kümmern wir uns um die komplette Organisation“, erklärt Rotter. Das beginnt bei der Kostenkalkulation und geht über das Einholen von Angeboten und das Buchen von Hotels bis hin zur Verpflegung vor Ort.
„Licht an“ für Frankensteins Monster
MKM in Darmstadt-Eberstadt stattet Events und Festivals mit der nötigen Technik aus – Auch Verkauf und Verleih an Privatkunden
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Über 1000 Veranstaltungen betreut MKM gegenwärtig pro Jahr, die meisten davon in Deutschland. „Grundsätzlich arbeiten wir aber europaweit – wohin auch immer unsere Kunden uns mitnehmen“, erläutert Rotter. In der Bundesrepublik verstärken 60 Freiberufler das Team des Technikverleihs, der mittlerweile von Markus Rotter alleine geführt wird. Durchaus mit Erfolg: „Seit 2008 haben sich unsere Umsätze verdoppelt.“ Zwischen 1,5 und zwei Millionen seien es derzeit jährlich, Tendenz weiterhin steigend.
Auch der Mitarbeiterstab wächst weiter, wenn auch in mäßigem Tempo. „Soweit möglich, möchten wir unsere Auszubildenden nach ihrem Abschluss auch übernehmen“, erklärt Rotter. Bisher sei das gelungen – wenigstens zeitweilig, bis die Betreffenden eine andere Stelle angetreten hätten. Ehemalige MKM-Azubis arbeiteten gegenwärtig unter anderem im Staatstheater Darmstadt und im Darmstadtium. Der Technik-Verleih selbst zählt mittlerweile deutschlandweit zum Mittelfeld, in der Region gar zu den Großen der Branche.
Längst beschäftigt sich MKM nicht mehr nur mit Festivals und Großevents. Daneben hat sich das Unternehmen mittlerweile auch im „Case-Bau“ profiliert. Die Transportbehälter, die in Eberstadt einzeln nach Bestellung angefertigt werden, sind gefragt, erläutert Rotter: „Die großen Hersteller solcher Behälter kann man in Deutschland an einer Hand abzählen. Und wir sind einer der wenigen Betriebe, die sie auch selbst benutzen.“
Durch diese praktische Erfahrung kann MKM besonders stabile, aber auch leichte Transportboxen bauen. „Wir verwenden dazu im Gegensatz zu den meisten anderen kein Holz mehr, sondern Wabenplatten aus Kunststoff.“ Bei gleichbleibender Stabilität würden die Cases so um 50 bis 70 Prozent leichter. Beide Eigenschaften sind wichtig, denn die Boxen sind ständig unterwegs, werden gehoben und geschoben oder, je nach Modell, gerollt und müssen dabei einiges aushalten.
„Unsere Mischpulte kosten beispielsweise das Stück zwischen 25 000 und 100 000 Euro“, erläutert Rotter. „Wenn ein Case, in dem eines davon verpackt ist, beim Verladen von der Rampe stürzt, darf es auf keinen Fall kaputt gehen.“ Die Transportbehälter von MKM werden diesem Anspruch gerecht. Im Lager steht sogar ein Exemplar, das den Zusammenstoß mit einem Gabelstapler überstanden hat. Nur eine kleine Delle im Beschlag zeugt noch von dem Aufprall. Interessant sind solche Cases nicht nur im Veranstaltungsbereich. Auch aus der Medizintechnik gehen mitunter Anfragen nach Eberstadt. „Wenn beispielsweise ein Röntgengerät neu entwickelt wurde, dann wird es anfangs zum Testen sehr viel herumgeschickt“, erläutert Rotter. Eine maßgeschneiderte Transporthülle ist in dieser Zeit unverzichtbar. Auch Caterer, die Geschirr oder Kühlschränke mitführen, greifen gerne auf die MKM-Cases zurück. Und selbst Musiker zählen zum Kundenstamm: „Wir bauen auch Hüllen für die Instrumente der Philharmonie Merck.“
Bei all dem wird es langsam eng am alten Standort mitten in Eberstadt. Mittelfristig möchte Rotter daher gerne an anderem Ort neu bauen. Konkrete Pläne stehen zwar noch aus. Weit fort soll es aber nicht gehen: „Ich fühle mich in Darmstadt sehr heimisch.“ Auch Darmstadt würde sicher nur ungerne auf das Unternehmen verzichten: Immerhin kümmert sich MKM seit Jahren um die Stadionbeschallung beim SV 98. „Wir sind auf diese Weise sozusagen Co-Sponsor“, erläutert Rotter lächelnd.
Bei all dem hält MKM seiner ursprünglichen Kundschaft weiterhin die Treue. „Ob Geburtstag, Heirat oder Schulfest: Bei uns kann jeder das passende Equipment leihen oder auch kaufen“, betont Rotter. Erschwinglich ist das auch für Privatkunden: Mikrofone gibt es im Verleih ab drei Euro, Seifenblasenmaschinen ab zehn und eine kleine Bühne ab 600 Euro. Die Branchenpreise sind stabil; nur, wer Wert auf die neuesten technischen Finessen legt, etwa LED-Scheinwerfer statt der normalen möchte, muss tiefer in die Tasche greifen. „Dafür verbrauchen die dann wesentlich weniger Strom“, erklärt Rotter. Wenn statt 1200 Watt nur noch 300 benötigt würden, dann mache sich das auf einer Bühne mit 200 Scheinwerfern in der Endsumme deutlich bemerkbar.
Solche Rechnungen lohnen sich freilich eher für Großkunden. Darauf, dass private Interessenten genauso zuvorkommend behandelt werden wie sie, legt Rotter besonderen Wert. „Schließlich waren sie es, die uns groß gemacht haben.“
Auch der Mitarbeiterstab wächst weiter, wenn auch in mäßigem Tempo. „Soweit möglich, möchten wir unsere Auszubildenden nach ihrem Abschluss auch übernehmen“, erklärt Rotter. Bisher sei das gelungen – wenigstens zeitweilig, bis die Betreffenden eine andere Stelle angetreten hätten. Ehemalige MKM-Azubis arbeiteten gegenwärtig unter anderem im Staatstheater Darmstadt und im Darmstadtium. Der Technik-Verleih selbst zählt mittlerweile deutschlandweit zum Mittelfeld, in der Region gar zu den Großen der Branche.
Längst beschäftigt sich MKM nicht mehr nur mit Festivals und Großevents. Daneben hat sich das Unternehmen mittlerweile auch im „Case-Bau“ profiliert. Die Transportbehälter, die in Eberstadt einzeln nach Bestellung angefertigt werden, sind gefragt, erläutert Rotter: „Die großen Hersteller solcher Behälter kann man in Deutschland an einer Hand abzählen. Und wir sind einer der wenigen Betriebe, die sie auch selbst benutzen.“
Durch diese praktische Erfahrung kann MKM besonders stabile, aber auch leichte Transportboxen bauen. „Wir verwenden dazu im Gegensatz zu den meisten anderen kein Holz mehr, sondern Wabenplatten aus Kunststoff.“ Bei gleichbleibender Stabilität würden die Cases so um 50 bis 70 Prozent leichter. Beide Eigenschaften sind wichtig, denn die Boxen sind ständig unterwegs, werden gehoben und geschoben oder, je nach Modell, gerollt und müssen dabei einiges aushalten.
„Unsere Mischpulte kosten beispielsweise das Stück zwischen 25 000 und 100 000 Euro“, erläutert Rotter. „Wenn ein Case, in dem eines davon verpackt ist, beim Verladen von der Rampe stürzt, darf es auf keinen Fall kaputt gehen.“ Die Transportbehälter von MKM werden diesem Anspruch gerecht. Im Lager steht sogar ein Exemplar, das den Zusammenstoß mit einem Gabelstapler überstanden hat. Nur eine kleine Delle im Beschlag zeugt noch von dem Aufprall. Interessant sind solche Cases nicht nur im Veranstaltungsbereich. Auch aus der Medizintechnik gehen mitunter Anfragen nach Eberstadt. „Wenn beispielsweise ein Röntgengerät neu entwickelt wurde, dann wird es anfangs zum Testen sehr viel herumgeschickt“, erläutert Rotter. Eine maßgeschneiderte Transporthülle ist in dieser Zeit unverzichtbar. Auch Caterer, die Geschirr oder Kühlschränke mitführen, greifen gerne auf die MKM-Cases zurück. Und selbst Musiker zählen zum Kundenstamm: „Wir bauen auch Hüllen für die Instrumente der Philharmonie Merck.“
Bei all dem wird es langsam eng am alten Standort mitten in Eberstadt. Mittelfristig möchte Rotter daher gerne an anderem Ort neu bauen. Konkrete Pläne stehen zwar noch aus. Weit fort soll es aber nicht gehen: „Ich fühle mich in Darmstadt sehr heimisch.“ Auch Darmstadt würde sicher nur ungerne auf das Unternehmen verzichten: Immerhin kümmert sich MKM seit Jahren um die Stadionbeschallung beim SV 98. „Wir sind auf diese Weise sozusagen Co-Sponsor“, erläutert Rotter lächelnd.
Bei all dem hält MKM seiner ursprünglichen Kundschaft weiterhin die Treue. „Ob Geburtstag, Heirat oder Schulfest: Bei uns kann jeder das passende Equipment leihen oder auch kaufen“, betont Rotter. Erschwinglich ist das auch für Privatkunden: Mikrofone gibt es im Verleih ab drei Euro, Seifenblasenmaschinen ab zehn und eine kleine Bühne ab 600 Euro. Die Branchenpreise sind stabil; nur, wer Wert auf die neuesten technischen Finessen legt, etwa LED-Scheinwerfer statt der normalen möchte, muss tiefer in die Tasche greifen. „Dafür verbrauchen die dann wesentlich weniger Strom“, erklärt Rotter. Wenn statt 1200 Watt nur noch 300 benötigt würden, dann mache sich das auf einer Bühne mit 200 Scheinwerfern in der Endsumme deutlich bemerkbar.
Solche Rechnungen lohnen sich freilich eher für Großkunden. Darauf, dass private Interessenten genauso zuvorkommend behandelt werden wie sie, legt Rotter besonderen Wert. „Schließlich waren sie es, die uns groß gemacht haben.“
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