Schlecker war hierzulande bis vor kurzem die Nummer eins. Mit Geschäftszahlen hält sich der Familienkonzern zurück. 2010 setzte die Kette aus Ehingen bei Ulm noch 6,55 Milliarden Euro um. 2011 sollen die Erlöse „leicht“ gesunken sein. Nach mehreren Verlustjahren – zur Höhe ist nichts zu erfahren – sollte 2012 die Rückkehr in die Gewinnzone gelingen. Die Mitarbeiterzahl liegt bei 30 000 in Deutschland und weiteren rund 17 000 im Ausland. Nach hunderten Schließungen liegt die Zahl der Läden in Deutschland wohl knapp unter 7000, hinzu kommt die Tochter „Ihr Platz“. 3000 weitere Schlecker-Filialen gibt es in Österreich, Spanien, Frankreich, Italien, Tschechien, Polen und Portugal.
dm: Die Karlsruher Kette ist auf dem besten Weg an die Drogeriemarkt-Spitze. Auch hier gibt es keine Zahlen zum Ergebnis; das ebenfalls in Familieneigentum befindliche Unternehmen gibt sich aber nach eigenen Angaben mit einem Prozent Rendite zufrieden – und steckt das Geld ansonsten in soziale Projekte. Erlöst hat dm im Geschäftsjahr 2010/11 rund 6,17 Milliarden Euro; das war ein Plus von 9,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Von den 2536 Filialen liegen 1256 in Deutschland. Ihre Grundfläche ist grundsätzlich größer als die der Konkurrenz, insbesondere die der Schlecker-Läden. Von den rund 39 100 Beschäftigten arbeiten 25 450 in Deutschland.
Rossmann: Die drittgrößte deutsche Drogeriekette hat 2011 erstmals in ihrer 40-jährigen Firmengeschichte die Fünf-Milliarden-Umsatzmarke geknackt: 5,12 Milliarden Euro, ein Plus von 10,5 Prozent. Zum Ergebnis macht das Unternehmen aus Burgwedel in Niedersachsen keine Angaben. Für 2012 wird ein Umsatz von 5,6 Milliarden erwartet. Rossmann betreibt in sechs europäischen Ländern 2531 Märkte und beschäftigt 31 000 Mitarbeiter. In Deutschland will Rossmann in diesem Jahr 110 neue Verkaufsstellen eröffnen. Dabei sollen rund 1000 neue Arbeitsplätze entstehen.
Der Drogeriemarkt in Deutschland
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