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25. Januar 2012 dpa

Umfrage: Die Hessen glauben ihr eigenes Ding

FRANKFURT. 

Die meisten Hessen wollen den Sinn des Lebens selbst finden und ihn sich nicht von den Kirchen vorgeben lassen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie mit dem Titel „Was glauben die Hessen?“ im Auftrag des Hessischen Rundfunks (hr), die am Mittwoch in Frankfurt veröffentlicht wurde. Danach sind 80 Prozent der Hessen aller Altersgruppe der Auffassung: „Das Leben hat nur dann einen Sinn, wenn man ihm selber einen Sinn gibt.“
Gut drei Viertel der Hessen – Christen und Muslime – finden es zwar gut, dass es die Kirchen gibt. Fast eben so viele (72 Prozent) weisen aber darauf hin, dass die Kirchen auf Fragen, die die Menschen wirklich bewegen, keine oder nur vereinzelte Antworten haben. „Frauen wie Männer machen sich selbst auf die Suche und glauben, dass in jeder Religion ein wahrer Kern zu finden ist“, lautet ein Ergebnis der Studie. „Kirche ist hier nur eines von vielen Angeboten auf dem Religionsmarkt.“
42 Prozent geben an, täglich oder zumindest wöchentlich zu beten. „Doch zu was und zu wem sie beten, wird immer vielseitiger.“ Die christliche Aussage, dass sich Gott in Jesus offenbart hat, findet bei den Hessen keine Mehrheit mehr. 80 Prozent sind sich aber einig, dass es ein „Geheimnis hinter oder über dem normalen Leben gibt“.
Die Studie wurde vom Zentrum für kirchliche Sozialforschung der Katholischen Hochschule in Freiburg erarbeitet. Die Leitung hatte der Religionssoziologe Michael N. Ebertz.


 
 


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