Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier ist mit 85,1 Prozent zum neuen stellvertretenden CDU-Vorsitzenden gewählt worden. Beim Bundesparteitag am Montag in Karlsruhe erhielt der 58 Jahre alte Bouffier 772 von 907 gültigen Stimmen. Bouffier gilt als Konservativer, der anstelle des früheren hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch zum Parteivize aufrückt. Koch hat sich Ende August aus der Politik zurückgezogen.
Volker Bouffier wird stellvertretender Vorsitzender
KARLSRUHE.
Ins engste Führungsteam um die Vorsitzende Angela Merkel sind bei dem Parteitag auch Arbeitsministerin Ursula von der Leyen und Bundesumweltminister Norbert Röttgen aufgerückt. Forschungsministerin Annette Schavan bleibt Stellvertreterin von Merkel. Die drei Neuen folgen den bisherigen CDU-Vize Christian Wulff, Jürgen Rüttgers und Roland Koch nach. Im Amt bestätigt wurde auch Generalsekretär Hermann Gröhe. Die Vorsitzende Merkel erhielt mit 90,4 Prozent ein gutes, aber kein glänzendes Ergebnis. Die Sechsundfünfzigj entging damit trotz des schlechten Starts der schwarz-gelben Bundesregierung einem Dämpfer. Merkel führt die CDU seit April 2000.Das beste Ergebnis der Parteivize erhielt Röttgen, der vor kurzem zum Landeschef in Nordrhein-Westfalen gewählt worden war. Er kam in Karlsruhe auf 88,20 Prozent. Einen schweren Dämpfer erhielt Schavan. Die enge Vertraute Merkels musste sich mit 64,17 Prozent zufrieden geben.
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