WIESBADEN.
Der Odenwaldkreis und der Landkreis Darmstadt-Dieburg sind gestern in Wiesbaden von Hessens Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU) zu „Klimaregionen“ ernannt worden. Damit stehen ihnen - sowie dem Kreis Gießen - in den kommenden Jahren bis zu eine Million Euro zusätzliche Fördermittel zur Verfügung.
„Leuchttürme für den Klimaschutz“ nennt das Ministerium die drei Regionen. Sie erhalten für ihre CO
2-Einsparungen in den kommenden Jahren Geld: pro eingesparter Tonne Kohlendioxid zwischen 25 und 100 Euro. Konkret gilt das im Odenwaldkreis für zwei Projekte: Die Grundschule in Fränkisch-Crumbach soll noch in diesem Jahr eine Pelletsheizung erhalten, die Grundschule in Steinbach wird nach Passivhausstandard saniert. Das Landratsamt in Erbach rechnet mit einer jährlichen Einsparung von 1000 bis 1500 Tonnen CO
2 - dafür gäbe es bis zu 75 000 Euro. Darüber hinaus, sagt Landrat Dietrich Kübler, wolle der Odenwaldkreis aber weitere Projekte in Sachen Erneuerbare Energien anstoßen. Angedacht ist unter anderem eine Solartankstelle.
Auch Darmstadt-Dieburg hat mehrere Projekte eingereicht. Zum einen führt der Landkreis ein Energiemanagementsystem für seine Schulgebäude ein; zum anderen wird das Hochhaus des Landratsamts in Kranichstein saniert. Die alte Klimaanlage soll entfernt werden, stattdessen gibt es künftig offene Decken und eine Nachtauskühlung. Durch eine neue Fassade sollen die Heizkosten - derzeit rund 900 000 Euro - um bis zu 90 Prozent sinken. Kreisbeigeordneter Christel Fleischmann kalkuliert mit einer CO
2-Ersparnis von 6790 Tonnen. „Wenn uns das gelingt, bekämen wir dafür vom Land 400 000 Euro.“
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