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02. November 2010  |  dpa

Leiter des Grundbuchamts der Bestechlichkeit verdächtig

FRANKFURT. 

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Leiter des Frankfurter Grundbuchamts wegen des Verdachts der Bestechlichkeit und des Verrats von Dienstgeheimnissen. Wie die Behörde am Dienstag in Frankfurt mitteilte, sitzt der 59-Jährige bereits seit dem 22. Oktober wegen Verdunkelungsgefahr in Untersuchungshaft.

Er soll in vier Fällen Schmiergeld von Maklern angenommen haben, denen er dafür Unterlagen aus dem nichtöffentlichen Teil des Grundbuchs zugänglich gemacht habe. Nach Informationen des Hessischen Rundfunks waren dies offenbar Kaufverträge, Umtragungen oder Erbscheine, die noch nicht eingetragen waren. Dafür soll der Beamte jeweils zwischen 20 000 bis 35 000 Euro erhalten haben - insgesamt etwa 100 000 Euro. Der Hessische Rundfunk meldete weiter, der Oberamtsrat sei dem Vernehmen nach hoch verschuldet.

Mit ihm sind vier Immobilienmakler aus Frankfurt, Bad Homburg und Rheinhessen beschuldigt. Ihre Büros und Wohnungen wurden in den letzten beiden Wochen durchsucht.


 
 


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