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04. September 2010  |  epd

Journalist mit Menschenrechtspreis der Stiftung Pro Asyl geehrt

FRANKFURT. 

Der italienische Journalist Gabriele del Grande ist heute in Frankfurt am Main mit dem Menschenrechtspreis der Stiftung Pro Asyl ausgezeichnet worden. Er erhalte den mit 1000 Euro dotierten Preis für seine mutigen Recherchen zur Situation von Flüchtlingen an Europas Außengrenzen sowie in Transitländern wie Libyen, Tunesien und Mali, sagte Stiftungsvorstand Günter Burkhardt. Del Grandes Internetblog »Fortress Europe« sei zu einer der wichtigsten Dokumentationsstellen von Menschenrechtsverletzungen an den europäischen Außengrenzen geworden.

»Mit seinen akribischen Recherchen macht del Grande die menschlichen Tragödien sichtbar, die hinter den Meldungen von Schiffbrüchen und Zurückweisungen stehen«, würdigte Burkhardt. So habe der Journalist dokumentiert, wie die italienische Küstenwache seit Mitte Mai vergangenen Jahres mehr als 1400 Bootsflüchtlinge nach Libyen zurückverfrachtet habe, wo sie nach Zeugenaussagen inhaftiert, misshandelt oder gefoltert worden seien. Del Grande mache darauf aufmerksam, dass die Europäische Union mit dem libyschen Regime eine umfassende Kooperation zur Fluchtverhinderung anstrebe.

Mit dem Menschenrechtspreis der Frankfurter Stiftung Pro Asyl werden Personen oder Organisationen ausgezeichnet, die sich in herausragender Weise für die Achtung der Menschenrechte und den Schutz von Flüchtlingen einsetzen. Er wird seit 2006 jährlich verliehen.


 
 


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