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22. Februar 2012  | dpa

Gewerkschaft GEW will mehr bildungspolitische Maßnahmen gegen Rechts

FRANKFURT. 

Die Gewerkschaft GEW Hessen hat von der Landesregierung eine bildungspolitische Offensive gegen Rechtsextremismus gefordert. Die Schweigeminute für die Opfer rechtsextremistischer Gewalt am Donnerstag sei gerade auch für Kinder und Jugendliche wichtig, werde aber nicht ausreichen, der Gefahr dauerhaft entgegenzuwirken, heißt es in einem offenen Brief des GEW-Landesvorsitzenden Jochen Nagel an Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) vom Mittwoch.
„Die explizit neofaschistische Szene ist auch in Hessen sehr aktiv: Es gibt Gruppen, Akteure und Aktivitäten unter anderem in Kassel, in Orten der Landkreise Vogelsberg, Schwalm-Eder, Wetterau, Main-Kinzig und Gießen, dann im Raum Wetzlar, im Rhein-Main-Gebiet und in Südhessen“, schreibt Nagel. Dabei habe sich nicht nur eine stabile Szene herausgebildet, sie habe sich auch ideologisch radikalisiert und sei zunehmend gewaltbereit. Um solchen Entwicklungen präventiv entgegenzuwirken, sei das Bildungs- und Erziehungssystem gefragt. Die Landesregierung müsse eine bildungs- und jugendpolitische Offensive starten und dafür Geld zur Verfügung stellen.

 
 


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