In Frankfurt beginnt heute die deutsche Meisterschaft im Fahnenschwingen. 14 Vereine mit jeweils bis zu zehn Mannschaften werden in der Frankfurter Ballsporthalle und auf dem Parkplatz davor um Ehre, Pokale und Medaillen kämpfen. Die Teilnehmer sind zwischen 7 und jenseits der 50 Jahre alt. In drei Altersklassen und insgesamt 16 Disziplinen wollen sie ihre nationalen Asse ermitteln.
Die dreitägige Meisterschaft, die die Hessischen Fahnenschwinger Eschborn ausrichten, beginnt mit dem historischen Fahnenschwingen - der sogenannten »Deutschen Reihe«. Bis zu diesem Sonntag stehen dann noch verschiedene Einzel-, Duett- und Gruppenwettbewerbe auf dem Programm. Es werden immer jeweils bestimmte Formationen gegangen und die Fahnen dabei hochgeschmissen und wieder aufgefangen. Fällt die Fahne jedoch auf den Boden, gibt es herbe Punktabzüge. Je nach Disziplin wiegen die Fahnenstäbe zwischen 700 Gramm und zehn Kilo. Deutschland zählt derzeit rund 1300 aktive Fahnenschwinger. Nachwuchssorgen hat der Deutsche Fahnenschwinger Verband (DFV) nicht. DFV-Präsident Gerhard Schlaich (56) aus Konstanz am Bodensee betont: »Im Gegenteil: Fahnenschwingen ist höchstaktuell. Seit der Fußball-WM 2006 schwingen die Deutschen wieder richtig gern Fahnen. Wir erleben eine Renaissance des Fahnenschwingens.«
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