Wenige Tage nach dem CDU/FDP-Zwist bei der Nominierung von Joachim Gauck zum Bundespräsidenten-Kandidaten sind für den hessischen FDP-Vorsitzenden Jörg-Uwe Hahn die Verstimmungen der Koalitionäre ausgeräumt. „Jetzt ist der Theaterdonner weg“, sagte er gestern. Die Koalitionen in Berlin und Wiesbaden seien davon nicht belastet.
Hahn, der stellvertretender Ministerpräsident ist, betonte, dass auch das Verhältnis zu Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) durch den Zwist nicht getrübt sei. Bouffier habe sich „koalitionstreu“ zur Nominierung geäußert. Bouffier hatte am Montag die Gauck-Nominierung zurückhaltend bewertet. Am Sonntag hatte sich in Berlin zunächst die FDP im Alleingang für Gaucks Nominierung ausgesprochen und damit ihren Koalitionspartner CDU brüskiert.
In Hessen will die FDP künftig stärker die Unterschiede zwischen dem bürgerlichen Lager und der „Linken“ herausstreichen, wie Hahn sagte. Er warf SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel vor, die selben Überzeugungen zu vertreten wie seine gescheiterte Vorgängerin Andrea Ypsilanti. Zudem paktiere er gelegentlich mit den „Postkommunisten“ der Linkspartei. In den vergangenen Jahren hätten sich „keinerlei Veränderungen“ in der SPD ergeben. Die Partei sei weiter „nicht erfolgreich“ und habe die Oberbürgermeister-Wahlen in Darmstadt und Rüsselsheim verloren.
„Jetzt ist der Theaterdonner weg“
Koalition – FDP-Chef Hahn sieht Verhältnis zur CDU nach Gauck-Nominierung unbelastet
WIESBADEN.
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