Der Norweger Edvard Munch (1863 –1944) gilt als Bahnbrecher für den Expressionismus. Auch in Deutschland genoss der Künstler, der an einer manisch-depressiven Erkrankung litt, früh den Ruf eines Epoche machenden Neuschöpfers.
Nach der Schule und einem Jahr auf der technischen Schule im heutigen Oslo wandte er sich der Malerei zu. Das Elternhaus war kulturell anregend – es sind jedoch Eindrücke von Krankheit und Trauer in der Familie wie der frühe Tod von Mutter und Schwester, die Munch künstlerisch verarbeitete.
Er begann bereits 1885 mit der Arbeit an Werken, in denen er auf Raum und plastische Form verzichtete: Der Bruch mit dem Realismus war radikal. Nach Aufenthalten in Frankreich erregten Munchs Bilder bereits 1892 Ablehnung, Aufsehen, aber auch Anerkennung in Berlin. Bis 1908 lebte der nun sowohl wegen Alkoholismus als auch wegen der Depressionen behandelte Künstler öfter in der deutschen Hauptstadt.
1909 kehrte Munch nach Norwegen zurück. Als er 1944 starb, vermachte er sein Werk der Stadt Oslo, die in ihrem Munch-Museum mit 25 000 Objekten die größte Sammlung seiner Kunst besitzt.
Zur Person: Edvard Munch
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