Ein langer Tag durch eine wunderschöne Landschaft, die High Plains, ein Hochplateau, das am Fusse der Rocky Mountains endet. Nur selten verirren sich Touristen aus Europa in diese so abgelegene wie spröde Gegend. Und doch hat mich diese Hochebene immer wieder angezogen; ich durchreiste sie von den Dakotas im Norden bis hinunter nach Kansas und Oklahoma. Überaltert und zusehends leerer ist diese Region, weshalb einige amerikanische Umwelt-Freaks vor Jahren die Idee propagierten, in manchen Landstrichen die verbliebenen Menschen auszusiedeln und durch Bison-Herden zu ersetzen.
So geht es natürlich nicht. Die Menschen der High Plains hängen ungemein an ihren entlegenen Regionen, und in Kansas versuchten Gemeinden sogar, durch die Vergabe freien Baulands neue Bürger anzulocken. Trotzdem zeugen leere Schulhäuser und Kirchen auf den Prärien von einem bedenklichen Bevölkerungsverlust.
Wenn die Winter nicht so brutal wären, hätte ich nichts dagegen, hier länger zu bleiben. Unter anderem könnten der dünnen Besiedelung wegen Mastodon und dergleichen voll ausgesteuert werden. Die Vorstellung!