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Horst Dieter Bürkle wird von der Stadt geehrt

Merck-Ehrung – Horst Dieter Bürkle erhält heute die Auszeichnung der Stadt Darmstadt

Horst Dieter Bürkles Leben dreht sich um die Bildende Kunst. Heute erhält er unter anderem für seinen Einsatz als Vorstandssprecher der Darmstädter Sezession die Johann-Heinrich-Merck-Ehrung der Stadt Darmstadt.  Foto: Claus Völker
Freischaffender Filmer, Fotograf, Konzept- und Objektkünstler, Co-Kurator von „Vogelfrei“ und Vorstandssprecher der Darmstädter Sezession: Horst Dieter Bürkle ist alles in einem. Der Darmstädter Oberbürgermeister verleiht ihm heute in Anerkennung all seiner Verdienste um Kunst und Kultur der Stadt die Johann-Heinrich-Merck-Ehrung.
DARMSTADT.

Horst Dieter Bürkle erhält heute im Darmstädter Literaturhaus die Johann-Heinrich-Merck-Ehrung der Stadt – und er hat jedem Laudator eine wunderbare Vorlage für die Festrede gegeben. Denn der 1934 in Teningen im Breisgau geborene Darmstädter Künstler hat sein Leben selbst aufgeschrieben. Der Filmer, Fotograf, Konzept- und Objektkünstler, der früher erst die Foyergalerie in Staatstheater leitete, dann die Geschäftsführung der Darmstädter Sezession übernahm und heute noch als deren Vorstandssprecher sowie seit 2001 zusätzlich neben Ute Ritschel als Co-Kurator der Ausstellungs-Reihe „Vogelfrei“ tätig ist, hat vor einem Jahr im Darmstädter Justus-von-Liebig-Verlag das Buch „Von einem, der auszog, seine Bilder zu finden“ herausgegeben.

Wie kam es zu dieser Autobiografie? Im Gespräch mit Bürkle erfährt man, dass es wohl einer der vielen Zufälle dieses Rundum-Künstler-Lebens war, die im Nachhinein wie logisch wirken. Der eher stille, aber beharrliche Macher Bürkle hat für den Katalog eines Freundes, des jüngst verstorbenen Darmstädter Malers Claudius Posch, ein Vorwort geschrieben – ein Text, der den Verleger Thomas Reinheimer im Anschluss bewog, Bürkle über sich selbst schreiben zu lassen.

Auf die Frage, was die silberne Johann-Heinrich-Merck-Plakette für ihn bedeute, sagt Bürkle: „Natürlich freut es einen, wenn unterm Schlussstrich so etwas auftaucht.“ Denn ausgezeichnet werden Persönlichkeiten, „die in ihrem Beruf einmalige oder wiederkehrende hervorragende wissenschaftliche, künstlerische oder wirtschaftliche Leistungen zur Förderung des Wohls der Stadt und der Mehrung ihres Ansehens erbracht haben“, so die amtliche Formulierung. Im Fall von Horst Dieter Bürkle sind die Beweise dafür leicht zu erbringen. Er beschreibt sich selbst als „homo ludens“, als Mensch mit Neigung zum Spiel mit den künstlerischen Dingen, sagt aber auch: „Wenn es sowas wie eine Maxime gibt, dann die, dass etwas, das ich mache, ordentlich werden soll.“

Und ordentlich gerät viel in seinem Leben der ergriffenen Zufälle. Zunächst hat Bürkle sein Geld mit Fotografie und Filmen verdient, seit 1960 aber auch zahlreiche Preise für Experimental-, Trick- und Dokumentarfilme bei nationalen und internationalen Kurzfilmfestivals erhalten. Beruf und künstlerische Neigung standen sich hier nie im Weg, sondern ergänzen sich bis heute prima – als Filmer beispielsweise jedes Mal dann, wenn Bürkle festhält, was sich von den Veränderungen der Räume bis hin zu den weltweiten Reisen der ausgelagerten Kunstwerke mit der Sanierung des Darmstädter Landesmuseums alles verbindet. Er steht seit 2007 für das Museum und den Verein der Freunde des Landesmuseum allzeit mit der Kamera dezent im Hintergrund.

Doch die Kamera trägt nur der eine Arm. Einsatz bestimmt auch die beiden anderen Gebiete, die Bürkle fest im Darmstädter Kunstleben verankert haben. Pit Ludwig (1916–1998) schuf die Verbindung zur Künstlervereinigung Darmstädter Sezession – und bis heute organisiert Bürkle dort als Vorstandssprecher die jährlichen Ausstellungen mit, arbeitet mit an den Katalogen, hat jüngst an der neuen Internetseite mitkonzipiert.

Wobei in diesen Büchern und in den Ausstellungen immer auch seine Werke zu sehen sind. Denn der „Autodidakt“, wie er sich im „Verzeichnis der bildenden Künstler in und um Darmstadt“ nennt, ist längst auch ein hoch geschätzter Bildhauer geworden, einer, der „der Mehrung des Ansehens der Stadt“ dient. Von Terracotta-Plastiken kommend, ist er dabei zum Gestalter sehr hintersinniger Mixed-Media-Arbeiten geworden.

 

Artikel Text Laenge: 3540

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  • 19. November 2013
  • Von annette Krämer-Alig
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