Die Berlinerin Esther Kinsky und der Warschauer Ryszard Turczyn haben den Karl-Dedecius-Preis 2011 für polnische und deutsche Übersetzer erhalten. Sie bekamen die mit jeweils 10 000 Euro dotierte Auszeichnung am Freitag in Darmstadt, wo das Deutsche Polen-Institut seinen Sitz hat. Den Preis vergeben seit 2003 alle zwei Jahre das Institut sowie die Robert Bosch Stiftung (Stuttgart). Die Verleihung erfolgt abwechselnd in Polen und Deutschland. Der Preis ist nach Karl Dedecius benannt, dem Nestor der Übersetzer polnischer Literatur. Er wurde an diesem Freitag 90 Jahre alt.
Eine deutsch-polnische Jury verwies auf herausragende Übersetzungen von Kinsky und Turczyn sowie ihre Vermittlungsarbeit zwischen den Nachbarländern. Kinsky, 1956 geboren, arbeitet seit mehr als 25 Jahren als freie Übersetzerin aus dem Polnischen, Englischen und Russischen. Der 1953 geborene Turczyn übersetzt seit mehr als 30 Jahren aus dem Deutschen und dem Niederländischen ins Polnische.
Dedecius-Preis für Esther Kinsky und Ryszard Turczyn
DARMSTADT.
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