So wirklich ergebnisoffen war das Rennen zwar eigentlich nie. Auch wenn es von Verantwortlichen stets so dargestellt wurde. Dargestellt werden musste, damit keine unnötige Unruhe aufkommt. Schließlich bildet der Taunus das Zentrum der deutschen P&G-Aktivitäten. Dennoch ist die gestrige Nachricht mit dem Aus in Darmstadt kein minder schmerzhafter Schnitt für den nun ziemlich zerzausten Wirtschaftsstandort. Man kann sich nicht recht vorstellen, dass ab 2014 Wella und Darmstadt als Synonym nicht mehr taugen. Dass die Hauptstadt der Friseure (inklusive Goldwell und anderen) keine mehr ist. Dass 350 hochqualifizierte Forscher woanders Haarfarben oder Stylingprodukte entwickeln. Da wachsen einem graue Haare.Durchgesetzt hat sich letztlich das Bestreben, mit der Zusammenlegung aller F&E-Aktivitäten hier mehr Durchschlagskraft zu entwickeln und Syner gien zu heben. Zumal Deutschland als einer der weltweit wichtigsten und größten Forschungsstandorte beim Hersteller von Lenor, Meister Proper oder Pampers gilt.Den Anfang vom Ende bildete der Wella-Verkauf 2003 an den Konsumgüterriesen Procter & Gamble. Damals machte die Familie ohne Not Kasse, investierte danach in großer Beliebigkeit ihre Milliarden, weil Geld an sich eben nutzlos ist; nun steht Darmstadt vor dem Scherbenhaufen. 1000 Arbeitsplätze weniger, einen solchen Kahlschlag hat es am Woog lange nicht gegeben. Die Zerschlagung des Schenck-Konzerns beispielsweise hat durch den Industriepark zumindest in der Arbeitsplatzbilanz keinen massiven Schaden genommen.
Kommentar: Zerzauster Standort
So wirklich ergebnisoffen war das Rennen zwar eigentlich nie. Auch wenn es von Verantwortlichen stets so dargestellt wurde. Dargestellt werden musste, damit keine unnötige Unruhe aufkommt. Schließlich bildet der Taunus das Zentrum der deutschen P&G-Aktivitäten. Dennoch ist die gestrige Nachricht mit dem Aus in Darmstadt kein minder schmerzhafter Schnitt für den nun ziemlich zerzausten Wirtschaftsstandort. Man kann sich nicht recht vorstellen, dass ab 2014 Wella und Darmstadt als Synonym nicht mehr taugen. Dass die Hauptstadt der Friseure (inklusive Goldwell und anderen) keine mehr ist. Dass 350 hochqualifizierte Forscher woanders Haarfarben oder Stylingprodukte entwickeln. Da wachsen einem graue Haare.Durchgesetzt hat sich letztlich das Bestreben, mit der Zusammenlegung aller F&E-Aktivitäten hier mehr Durchschlagskraft zu entwickeln und Syner gien zu heben. Zumal Deutschland als einer der weltweit wichtigsten und größten Forschungsstandorte beim Hersteller von Lenor, Meister Proper oder Pampers gilt.Den Anfang vom Ende bildete der Wella-Verkauf 2003 an den Konsumgüterriesen Procter & Gamble. Damals machte die Familie ohne Not Kasse, investierte danach in großer Beliebigkeit ihre Milliarden, weil Geld an sich eben nutzlos ist; nun steht Darmstadt vor dem Scherbenhaufen. 1000 Arbeitsplätze weniger, einen solchen Kahlschlag hat es am Woog lange nicht gegeben. Die Zerschlagung des Schenck-Konzerns beispielsweise hat durch den Industriepark zumindest in der Arbeitsplatzbilanz keinen massiven Schaden genommen.
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