In Belgien hat ein Generalstreik am Montag große Teile des öffentlichen Lebens lahmgelegt und das Gipfeltreffen der EU-Länder in Mitleidenschaft gezogen. Aus Protest gegen den Sparkurs der Regierung standen im ganzen Land Züge still, Straßen wurden blockiert, und Arbeiter legten nach Angaben der Gewerkschaften in vielen Industriebetrieben die Arbeit nieder. Zugverbindungen von und nach Deutschland waren der Deutschen Bahn zufolge kaum betroffen. In der Hauptstadt Brüssel fuhren jedoch keine U-Bahnen, Straßenbahnen oder Busse mehr. Die Beschäftigten des Hafens von Antwerpen legten ebenfalls die Arbeit nieder. Der Flughafen Charleroi blieb geschlossen, auf dem Brüsseler Airport fielen eine Reihe von Flügen aus, andere waren verspätet. Die Staats- und Regierungschefs, die zum EU-Gipfel anreisten, wurden umgeleitet. Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Kollegen landeten daher auf dem Militärflughafen Beauvechain südlich von Brüssel. „Der Generalstreik ist vor allem gegen die Sparmaßnahmen der belgischen Regierung gerichtet, aber diese reagiert auf die von der Europäischen Union auferlegten Maßnahmen“, sagte der Gewerkschaftssprecher Claude Rolin bei einer Kundgebung vor dem Brüsseler EU-Ratsgebäude. Premierminister Elio Di Rupo erklärte, seine Regierung verstehe „die von einem Teil der Bevölkerung zum Ausdruck gebrachte Unruhe“.
Generalstreik legt Belgien lahm
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