Mein Echo: | Merkliste (0) | Anmelden |
  Notdienste | Wetter | Videos | Newsletter | RSS RSS
 
 
| |
 
SUCHE: | Erweiterte Suche |
 
| Suchen |
 
 
 
08. Februar 2010  |  dpa

Terrorangriff per Flugzeug: Hessen will Rechtsklarheit

Zur Abwehr terroristischer Angriffe aus der Luft dringt Hessens Innenminister Volker Bouffier (CDU) auf eine saubere Rechtsgrundlage für Einsätze der Bundeswehr. Die eigentlich für die Gefahrenabwehr zuständige Polizei habe nicht die Mittel, einen solchen Angriff abzuwehren, erklärte Bouffier in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Wiesbaden. Daher stelle sich die Frage, ,,was macht der Staat? Er kann ja nicht sagen, er macht gar nichts gegen solche Gefahren".

Allerdings gebe es Mittel, aber militärische. Dabei gehe es nicht nur um die Frage, ein Flugzeug abzuschießen. Den Abschuss von Passagiermaschinen, in denen nicht nur Terroristen sitzen, habe das Bundesverfassungsgericht bereits untersagt. ,,Nun gibt es auch die Möglichkeit, einen Flieger abzudrängen oder ihn einzunebeln. Dazu brauchen wir aber eine Rechtsgrundlage", sagte Bouffier. Bisher gebe es im Grundgesetz nur sehr enge Regelungen für den Einsatz der Bundeswehr in Katastrophenfällen wie Überschwemmungen.

Hessen klagt unter anderem wegen dieser Problematik vor dem Bundesverfassungsgericht; das Gericht in Karlsruhe befasst sich am kommenden Mittwoch (10. Februar) damit. ,,Wir müssen für den Fall eines solchen Angriffes genau wissen, wer darf was - im Interesse aller", betonte Bouffier. Daher wollten Hessen und Bayern erreichen, dass Bundestag und Bundesrat wieder über eine verfassungsgemäße Regelung verhandeln.

Nach Ansicht Hessens hat der Bund in das Luftsicherheitsgesetz zudem Ermächtigungen eingebaut, die in die Hoheit der Länder eingreifen. ,,Wenn ein Pilot seinen Pilotenschein verlängert haben will, ist das Aufgabe der Landesverwaltung. Das kann der Bund einfach an sich ziehen und regeln. Das hätten wir dann alles staunend entgegenzunehmen. Das halten wir nicht für richtig", erklärte Bouffier. In dieser Frage hätte der Bundesrat zustimmen müssen.

Bouffier, Sprecher der Unions-Innenminister, sieht gute Chancen für den Vorstoß von Hessen und Bayern. ,,Ich kann mir schwer vorstellen, dass Karlsruhe das Gesetz für verfassungsgemäß hält". Bundespräsident Horst Köhler habe schon beim Unterzeichnen des rot- grünen Gesetzes Anfang 2005 erhebliche verfassungsrechtliche Bedenken geäußert. Das Bundesverfassungsgericht hatte das Gesetz bereits 2006 gekippt. Das Gesetz hatte den Abschuss eines Passagierflugzeugs für den Fall erlaubt, dass es von Terroristen als Waffe benutzt werden sollte. Das würde nach Ansicht der Verfassungsrichter gegen die Menschenwürde verstoßen.


 
BEWERTUNGEN
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel zu bewerten. | Anmelden |
Dieses Thema kann nicht kommentiert werden.
 
Wetter: Heute | Morgen |
 
Morgens Mittags Abends
 
 
Darmstadt aktuell:
bedeckt, 10°C | Mehr Wetter |
... ... ...
 
ANZEIGE
PROSPEKTE
Echo-Express 2010
Küchen Keie
| Alle Prospekte ansehen |
 
FRAGE DER WOCHE
 
 
 
 
| Abstimmen |
ECHO-Exklusivangebote
 
Wellness-Reise nach Island KURZREISE NACH ISLAND: Wellness im Einklang mit der Natur
 
| Alle Angebote anzeigen |
Reinklicken. Stöbern. Bestellen.
 
Echo-Shop
Mehr |
 
bild DES TAGES
 
Mit dem Bus durch den Fluss

Busfahren à la Rotterdam: Der 50-sitzige Bus fühlt sich an Land und im Wasser gleichermaßen wohl. Foto: Robert Vos, dpa

Archiv |

"Echo Online"-Spezial
 
Willkommen im All! Mit dem ESOC in Darmstadt befindet sich eines der wichtigsten Raumfahrtzentren der Welt in ... | Mehr |
 
Veranstaltungskalender
 

Veranstaltungen in Südhessen zu Kultur und Kunst, Märkten und Börsen, Party und Disko.

Mehr |
 
 
SCHON GESEHEN?
 
ANZEIGE