Demos und geschlossene Kitas in Südhessen
Warnstreiks - Städtische Kitas in Rüsselsheim bleiben zu - In Darmstadt demonstrieren rund 500 Beschäftigte
Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst sind am Freitag in ganz Hessen weitergegangen: Am Tag drei der Aktionen gehörten die Beschäftigten des öffentlichen Nahverkehrs in Frankfurt zu den ersten, die ihre Arbeit nieder- und damit den Verkehr weitgehend lahmlegten.
Im nordhessischen Kassel beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben Mitarbeiter der Stadtreinigung und des Klinikums an dem Warnstreik. ,,Wir stellen lediglich eine Notbesetzung, damit die Patienten versorgt bleiben", sagte eine Sprecherin. ,,U- und Straßenbahnen fahren den ganzen Tag nicht", sagte der Sprecher der Frankfurter Nahverkehrsgesellschaft traffiq, Klaus Linek, am Morgen der Deutschen Presse-Agentur dpa. ,,Die U-Bahn ist mit das Rückgrat des städtischen Nahverkehrs - das wird sich auswirken." Außerdem würden 16 von 49 Buslinien der Stadt nicht fahren. Um Mitternacht wollen die Beschäftigten in Frankfurt ihre Arbeit wieder aufnehmen, sagte Linek. Die Nachtbusse sind demnach nicht betroffen. Die von der Deutschen Bahn betriebenen S- und Regionalbahnen fahren regulär. Bereits am Donnerstag waren Reisende in den U-Bahn-Stationen über Lautsprecherdurchsagen über die geplanten Aktionen informiert worden. Im Rhein-Main-Gebiet wurden neben dem öffentliche Nahverkehr in Frankfurt, Gießen oder Hanau auch Bürgerämter, Kindertagesstätten und Kfz-Zulassungsstellen bestreikt - etwa in Darmstadt und Rüsselsheim.In Darmstadt machten rund 500 Beschäftigte der Kommunalverwaltungen und des Bundes mit einem Demonstrationszug durch die Innenstadt und einer Kundgebung auf dem Luisenplatz zwischen 10 bis 13 Uhr auf ihre Forderungen in der ,,Tarifrunde Öffentlicher Dienst 2010" aufmerksam. An den beiden Aktionen und einem Warnstreik, zu denen die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hatte, beteiligten sich Mitarbeiter der Darmstädter Stadtverwaltung, darunter auch Erzieherinnen aus städtischen Kindergärten, der Kreisverwaltung Darmstadt-Dieburg und des Materialdepots der Bundeswehr.


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