Auf der Tischdecke, auf der Visitenkarte, auf der Speisenkarte - an vielen Stellen kommt der Delfin dem Besucher entgegen. Immerhin ist er ja auch der Namensgeber des Restaurants, das sich, ein bisschen abgelegen, in eine Ecke des Woogsviertels schmiegt. ,,Da müsst ihr unbedingt mal hin", hatten die Dippegucker in jüngerer Zeit immer mal wieder gehört, manchmal fast verschwörerisch geflüstert, als sei es ein Geheimtipp. Dabei gibt es das ,,Delfino" schon seit sechs Jahren, und schon damals hatten die Tester die Leistung des Teams um Gastwirt Carmelo Grida als durchaus erfreulich bewertet.
Das sehen die Gäste ganz offensichtlich immer noch so, denn bei unserem aktuellen Besuch herrschte reger Betrieb, waren alle Tische besetzt. Das wirkte sich im Lauf des Abends leider negativ auf den Frischluftanteil im Gastraum aus. Bei einem Mai, der diesen Namen verdient, hätten wir deshalb gern in der lauschigen Laube vor dem Haus Platz genommen. Am Interieur hat sich seit der Visite vor sechs Jahren wenig getan: Die Wände sind in zartem Gelb gehalten, kleine Lämpchen blitzen von der niedrigen Decke und verbreiten ein etwas schummriges Licht. Ein klein wenig erinnert das an den südlichen Sternenhimmel.Besuche in italienischen Restaurants bringen es mit sich, dass am Anfang die Qual der Wahl steht. Denn in der Regel gibt es zur gewöhnlichen Speisekarte (die im Delfino schon üppig genug ist) noch eine weitere mit Empfehlungen. Und weil das im Delfino nicht reicht, trägt der Kellner eilfertig eine lange Liste weiterer Spezialitäten vor. Der gedächtnistechnisch nicht weiter trainierte Gast verliert schnell den Überblick, was der Geduld des Personals indes keinen Abbruch tut.Zur Vorspeise fiel unsere Wahl schließlich auf Antipasto Delfino (11,50 Euro) und Salmone Affumicato (neun Euro) von der regulären Karte, sowie Rinder-Carpaccio mit schwarzen Trüffeln (elf Euro) und Stangenspargel (zehn Euro). Alle vier Gerichte dokumentierten, dass die Küche des Delfino sich im Segment gehobener italienischer Gastronomie bewegen will. Das Antipasto Delfino war eine Auswahl verschiedener Fischvorspeisen, insbesondere Carpaccio vom Thunfisch, Schwertfisch und Lachs, die allesamt wohltemperiert und hauchdünn geschnitten waren, außerdem etwas Meeresfrüchte- und eine Portion Scampisalat. Qualitativ und geschmacklich einwandfrei waren auch geräucherter Lachs und Rindercarpaccio. Der Stangenspargel war mit Parmaschinken belegt und mit Mozzarella überbacken, nach unserem Geschmack hätten die Stangen nicht ganz so dick sein müssen.
Ristorante Delfino
Darmstraße 49
64287 Darmstadt
Telefon: 06151 4296767
Geöffnet Dienstag bis Sonntag
von 11.30 bis 14.30 Uhr
und 17.30 bis 23.30 Uhr.
Montag Ruhetag.
Barrierefreier Zugang: nein,
Raucherbereich: nein
Gemütlich, freundlich, gute Küche mit mediterranem Einschlag, sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.

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