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Mit „Laplink Everywhere ist der PC-Besitzer nie mehr als ein paar Klicks von seinem Computer entfernt – eine schnelle Internet-Verbindung vorausgesetzt. Foto: Hersteller
„Du kennst Dich doch mit Computern aus.“ Mit diesem Hilferuf von Bekannten und Freunden beginnt oft ein Zweitjob als PC-Doktor. Unglücksfälle am Rechner gibt es ja zuhauf. Doch es muss nicht immer gleich mit einem Hausbesuch oder mit einem Telefonat mit nervigen Nachfragen enden. Mit einer Software für die PC-Fernsteuerung (Fachjargon: Remote Control) kann der Spezialist direkt auf den defekten PC zugreifen. Die Hilfeleistung geht so ohne Komplikationen flott über die Bühne.
Eine PC-Fernverbindung kann sich aber auch in ganz anderen Fällen als nützlich erweisen: Etwa, wenn eine dringend benötigte Datei nicht an dem PC zur Verfügung steht, an dem man gerade arbeitet. Geschäftsleute nutzen Remote Control auch gerne für Meetings und Präsentationen - sie sparen sich so zeitaufwendige Reisen. Voraussetzung ist in allen Fällen, dass beide Computer über einen möglichst schnellen Internet-Anschluss verfügen. Zwar enthält auch Windows unter „Zubehör“ über Bordmittel zur Fernsteuerung (unter Windows 7 „Remotedesktopverbindung“ genannt), doch bequemer geht's mit einer Spezial-Software.
Die Installation dürfte auch für Laien kein Problem sein. Die Verbindungen werden über Passwörter sowie durch Verschlüsselung abgesichert. Hier einige Lösungen im Kurzporträt.
NetViewer: Die kinderleicht zu bedienende Software eignet sich dazu, Konferenzen über das Web abzuhalten. Es ist sogar möglich, komplette PowerPoint Präsentationen zu übertragen. Auf der CeBIT 2011 stellt der in Karlsruhe ansässige Hersteller eine speziell für Apples iPhone entwickelte Version vor. Allerdings fehlt der Mobilvariante eine Funktion zum Chatten. In einem ersten Test liefen Videodateien auf dem iPhone nicht ganz flüssig ab. Für die private Nutzung kostenlos (
www.netviewer.com).
TeamViewer 6: Diese ausgereifte Fernwartungs-Lösung wartet mit ähnlichen Funktionen wie NetViewer auf. Sie unterstützt die Übertragung von Videos und ermöglicht so Unterhaltungen zwischen den Teilnehmern, zum Beispiel für Präsentationen. Die Gesprächsqualität ist gut, selbst wenn gleichzeitig Daten übertragen und Einstellungen am entfernten Rechner vorgenommen werden. Die Software startet sogar ohne Installation. Für die private Nutzung kostenlos (
www.teamviewer.com).
Anyplace Control 5.0: Mit dieser kleine, aber feinen Lösung steuert der Anwender einen in der Ferne stehenden PCs über das Internet. Der Nutzer ist in der Lage vollständig die Kontrolle über Maus und Tastatur zu übernehmen, Daten zu übertragen und den entfernen PC herunter zu fahren. Eine 30-Tage-Testversion steht parat unter
www.anyplacecontrol.de.
Laplink Everywhere: Die US-Firma Laplink hat sich als Spezialist für Remote Control einen Namen gemacht. Wer einen PC mit „Laplink Everywhere“ steuern will, eröffnet auf der Website des Herstellers einen Account und installiert anschließend die Software - zum Steuern dient der Browser. Der Nutzer kann auch per Toolbar auf einen entfernten PC zugreifen - einfacher geht's kaum noch. Daneben hat Laplink eine Lösung für ausgewählte Smartphones parat. Anwender können die Vollversion 30 Tage kostenlos testen (
www.laplink.de).
ShowMyPC: Einfacher geht's nicht: „ShowMyPC“ begnügt sich zur Authentifizierung mit einem Passwort. Mit dem öffnet sich ein entfernt stehender Desktop wie von Geisterhand - das funktioniert auch mit mehreren PCs. Die Fernbedienung klappte im Kurztest auf Anhieb. Das Tool gibt es auch als Web-basierte Version ohne Installation und ist für die private Nutzung kostenlos (
www.showmypc.com).
Auch PC-Notdienste haben die Vorteile der PC-Fernsteuerung zur Beseitigung kleiner Wehwehchen am Computer erkannt. So können PC-Besitzer bei der bundesweit aktiven PC-Feuerwehr (
www.pc-feuerwehr.de) eine Mini-Software auf ihrem Rechner installieren, mit deren Hilfe sich ein Service-Techniker dann auf dem fremden PC einloggen kann, um dem Problem aus der Ferne auf die Schliche zu kommen.
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