Der Kunde ersteht dann entweder jenes Modell, dass zwar billig, aber nicht für seine Zwecke optimal ist; oder er lässt sich einen Klapprechner mit überflüssigem Schnickschnack aufschwatzen. Sinnvoll ist es, vor dem Kauf kurz aufzulisten, was der Tragbare eigentlich können sollte: Dient er als Spielemaschine oder eher als mobiles Büro für lange Bahnfahrten? Je nach Anspruch muss das Gerät ganz unterschiedlich ausgestattet sein.
Ultrabooks: Diese superleichten Neulinge im Notebook-Segment sind ein wahrer Hingucker. Sie erinnern verdächtig an das schlanke „MacBook Air“ von Apple. Wenn es nach dem Prozessor-Primus Intel geht, sollen die nur rund ein Kilo schweren Flundern eine neue Ära einläuten. Eine Akku-Ladung reicht immerhin für rund acht Stunden. Für Reisende und Designliebhaber sind Ultrabooks bestimmt eine gute Wahl. Tipp: Im rund 1000 Euro teuren „IdeaPad U300s“ von Lenovo (www.lenovo.de) steckt statt einer Festplatte ein schneller 256 GigaByte (GB) Speicher vom Typ SSD. Sogar eine fixe USB 3.0 Schnittstelle ist mit an Bord. Eine Alternative ist das ebenfalls 1000 Euro teure „Asus Zenbook“. Es startet laut Hersteller in rekordverdächtigen zwei Sekunden.
3D-Notebook: Die Hersteller rühren fleissig die Werbetrommel für ihre 3D-fähigen Modelle. Noch machen die Verbraucher aber einen weiten Bogen um die neue Technik. Kein Wunder, denn bei den meisten Geräten muss sich der Zuschauer eine Spezialbrille aufsetzen, um 3D-Filme zu genießen. Auf die Dauer nervt das. Tipp: Das „Toshiba Qosmio F750“ zeigt 3D-Bilder ohne klobige Sehilfe an. Einmalig ist wohl die Option, 2D und 3D gleichzeitig auf dem Display darzustellen, beispielsweise einen Film in 3D in einem Fenster des Displays und nebenbei eine zweite Anwendung im herkömmlichen 2D. Nur für 3D-fähige Spiele eignet sich das Gerät nicht. Mit rund 1650 Euro fällt der Preis für das 3D-Wunder allerdings recht happig aus.
Netbook: Beim derzeitigen Boom der Tablet-PCs haben es Netbooks nicht leicht. Dabei nimmt der Besitzer so seinen Mini-PC im Format eines Buchs gerne mit auf Reisen. Diese Geräte sind eine Kaufempfehlung für Anwender, die keine hohe Rechenleistung und superschnelle Grafik brauchen. Durch den Verzicht auf Top-Ausstattung spart der Kunde eine Menge Geld. Tipp: In den „EeePC X101“ hat Netbook-Pionier Asus schnellen Speicher vom Typ SSD eingebaut. Dessen Kapazität beträgt allerdings nur magere acht GB. Auch sonst genügt der rund 920 Gramm schwere Knirps eher einfachen Ansprüchen. Statt Windows läuft auf dem Rechner die wenig verbreitete Linux-Variante „MeeGo“. Dafür stimmt der Preis von rund 170 Euro.
Gamer-Notebook: Power-Gamer lassen sich ihr Spielinstrument eine hübsche Stange Geld kosten. Der Spieler sollte stets darauf achten, dass im Inneren neueste Intel-Prozessoren und eine Highend-Grafikkarte werkeln, ansonsten sind bei aktuellen Action- und Fantasyspielen oft nur Ruckelbilder zu sehen. Doch bei voller Auslastung hält der Akku eines solchen Zockermodells nur eine gute Stunde durch. Im hochglänzenden Display spiegelt sich zudem die Umgebung stark wider – für Büroarbeiten sind die Boliden also völlig ungeeignet.
Zudem ist ein Gaming-Notebook meist recht schwer. Wer das Gerät nur für weniger aufwendige Spiele nutzt, kommt auch mit einem herkömmlichen Notebook auf seine Kosten. Multifunktional ist dagegen das von Dell entwickelte Notebook „Alienware M14x“ . In diesem Modell steckt Technik vom Feinsten, es wiegt aber trotzdem weniger als drei Kilo. Das ist akzeptabel. Auch der Preis hält sich mit rund 1100 Euro in Grenzen.
Notebooks: Zwischen Bonsai-PCs und Höllenmaschinen
Notebooks – Die Auswahl ist heute so groß, dass viele Kunden von der Vielzahl der Funktionen überfordert sind – Vor dem Kauf sollte man kurz auflisten, welche Zwecke der Klapprechner vornehmlich erfüllen soll
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