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02. Dezember 2011  | dpa

Externe Festplatten und Brenner: Immer schneller, immer flacher

Digitales: Dank Slimline-Bauweise und kleiner Formate sind die Geräte leicht zu transportieren – Einige funktionieren sogar als Netzwerkspeicher

| Vergrößern | Entlastung: Mit externen DVD-Brennern können Notebooks ohne eigenes Laufwerk Discs lesen und beschreiben. Combo-Laufwerke spielen auch Blu-rays ab. Foto: dpa

Vom wuchtigen Desktop-Ersatz zum flachen Ultrabook: Immer mehr Computerhersteller unterziehen ihre Notebooks einer Schlankheitskur. Doch die Diät hat zur Folge, dass optische Laufwerke fehlen und der Festplattenspeicher meist nicht sehr groß ist. Abhilfe schaffen da externe Brenner und Festplatten.
Für den Transport weniger Gigabytes sind USB-Sticks noch die erste Wahl. Doch wenn das Datenvolumen wächst und sich in Richtung Terabyte-Grenze bewegt, wird eine externe Festplatte Pflicht. Die sind in den Formaten 2,5 oder 3,5 Zoll erhältlich. „Die größeren 3,5-Zoll-Festplatten gibt es in Größen bis zu 3 Terabyte (TB) und mit sehr schnellen Laufwerken, die in der Spitze Datentransferraten von bis zu 160 Megabyte (MB) pro Sekunde erreichen können“, erklärt Oliver Ketterer vom „PC-Magazin“. Externe 3,5-Zoll-Festplatten benötigen aber ein separates Netzteil, welches das Transportgewicht zusätzlich erhöht.
Auf die kleineren 2,5-Zoll-Platten passen aktuell nur bis zu 1,5 TB, allerdings haben sie laut Ketterer auch ihre Vorteile: „Sie sind langsamer als ihre großen Brüder, begnügen sich dafür aber meist mit dem Strom, den der Computer über USB zur Verfügung stellt.“ So sind 2,5-Zöller die besseren Reisebegleiter - es gibt sogar Modelle, die stoßfest und spritzwassergeschützt sind.
Bei der Schnittstelle sollten Käufer direkt auf den künftigen Standard USB 3.0 setzen. Neue Computer unterstützen den blauen Hochgeschwindigkeitsanschluss bereits. „USB 3.0 hat die schnellsten Transferraten, außerdem werden die Daten im Full-Duplex-Verfahren übertragen, also mit voller Geschwindigkeit in beide Richtungen“, sagt Ketterer. Im Vergleich zum Vorgänger erreicht der neue Standard etwa das Sechsfache an Geschwindigkeit.
Ein weiterer Vorteil: Alle vorhandenen älteren USB-Schnittstellen sind kompatibel – hier fließen die Daten mit dem von USB 2.0 gewohnten Tempo. Die Preise für externe Festplatten mit USB 3.0 sind dabei nicht viel höher als bei Platten mit anderen Schnittstellen. Mac-User bleiben allerdings außen vor: Apple unterstützt den neuen Standard bisher nicht, sondern setzt auf seinen neuen Thunderbolt-Anschluss.
Ein Sturz vom Schreibtisch muss nicht bei allen externen Festplatten zum Datenverlust führen. Bei einem Test von 30 Geräten der Zeitschrift „Computer Bild“ (Ausgabe 17/2011) überstanden alle 2,5-Zoll-Modelle mehrmalige Stürze aus 50 Zentimeter Höhe ohne Datenverlust. Bei den 3,5-Zöllern funktionierten danach bei 12 der 16 Testkandidaten die Platten nicht mehr. Der Dauerbetriebstest zeigte bei einigen der großen Platten außerdem eine starke Wärmeentwicklung - das verkürzt die Lebensdauer. Die kleinen Platten bewahrten dagegen einen kühlen Kopf und blieben unter dem Richtwert von 50 Grad.
Fortgeschrittene Nutzer können laut einem Bericht der Zeitschrift „c't“ (Ausgabe 12/2011) eine USB-Festplatte zur Datenzentrale im heimischen Netzwerk machen. Dazu macht man die Platte über den PC per Windows-Datenfreigabe für das ganze Netzwerk zugänglich oder schließt den Speicher direkt an den Netzwerk-Router an. „Selbst einfache Netzwerkfestplatten enthalten bereits Zusatzfunktionen wie integrierte Tauschbörsen-Clients oder Streaming-Server, die gespeicherte Bild-, Video- und Musikdateien über eine DLNA-Netzwerkfreigabe an Rechner oder Fernseher liefen“, schreibt die „c't“.
Testsieger der „Computer Bild“ wurde bei den 3,5-Zöllern in der Klasse von 3 TB das „My Book Essential“ von Western Digital (Preis: etwa 150 Euro), bei den 2-TB-Modellen gewann die „Drive Station“ von Buffalo (199 Euro). Bei der kleineren Bauweise überzeugten die Modelle „Prestige SuperSpeed“ von Iomega mit 1,5 TB (130 Euro) und „S2 Portable“ von Seagate mit 1 TB (100 Euro).
Zum Schreiben und Lesen von DVD und Blu-ray brauchen Nutzer neben der Festplatte auch ein externes Laufwerk. Oliver Ketterer empfiehlt einen DVD-Brenner oder ein sogenanntes Blu-Ray-Combo-Laufwerk: „Beide brennen alle auf dem Markt befindlichen CD- und DVD-Rohlinge.“ Zusätzlich kann das Combo-Laufwerk Blu-Ray-Discs mit hochauflösenden Filmen abspielen. Für die Nutzung unterwegs eignen sich besonders externe Brenner in sehr flachen, sogenannten Slimline-Gehäusen.
Ihren höheren Strombedarf gegenüber anderen USB-Geräten decken die Brenner meistens über ein Kabel mit zwei USB-Steckern ab. In einem Test von 16 dieser Slimline-Brenner in der Zeitschrift „Computer-Bild“ (Ausgabe 12/2011) wurde bei den Blu-ray-Brennern der Slim Blu-ray von LaCie (rund 160 Euro) Testsieger. Den ersten Platz bei den Combo-Laufwerken belegte der Samsung SE-406AB (74 Euro). Bei den reinen DVD-Brennern schnitt der Plextor PX-L611U (60 Euro) am besten ab.

 
 
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