Der 1939 in Texas geborene Alvin Ailey formiert 1958 seine Company, bereits 1960 begründet er mit „Revelations“ seinen Weltruhm, 1962 geht die Truppe erstmals auf internationale Tournee. Von Arthritis und Depression bereits angeschlagen, kommt für den Gründer 1987 die Diagnose HIV, Ende 1989 stirbt er mit 58 Jahren an Aids. Seine Muse Judith Jamison (68), von 1965 bis 1980 Ailey-Tänzerin, übernimmt die Leitung, 2005 bezieht die Truppe einen 65-Millionen-Dollar-Bau in Manhattan – Heimat auch für die Nachwuchstruppe Ailey 2 und die Tanzschule mit 5000 Teilnehmern im Jahr.
Robert Battle (Jahrgang 1972), der seit 2001 die eigene Company Battleworks leitete, ist seit 1. Juli Jamisons Nachfolger. Acht der 200 Stücke im Repertoire stammen von ihm. Neben der künstlerischen Erneuerung muss der neue Leiter auch die finanzielle Basis durch Spendensammeln sichern – eine Herausforderung für Überzeugungsarbeiter und eine Kunst, zu der Battle unüberhörbar Talent hat. 30 Millionen Dollar Jahresetat, 50 Jahre Geschichte, und erst drei Leiter. Robert Battle kann, wenn er nicht scheitert, in die Tanzgeschichte eingehen. Die Last nimmt er ironisch leicht, sieht sich um und fragt: „Robert wer? Ich glaub, den hab’ ich mal getroffen.“
Drei Generationen Tanz
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