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31. Januar 2012  | 

Hintergrund: Notruf vor der Uraufführung

DARMSTADT. 

Gerd Heinz eröffnete mit Gaston Salvatores Drama „Büchners Tod“ am 7. Oktober 1972 das neu gebaute Darmstädter Staatstheater. In einer ECHO-Serie berichtete er damals über den Fortgang der Proben. Das Stück hatte er im Griff, das neue Bühnenhaus offenbar noch nicht. Sein letztes Probenprotokoll liest sich wie ein Notruf:
„Doch das Schlimmste:
Die Eisentüren, noch ohne
Federn und Gummipuffer
knallen wie Böllerschüsse durch das Stück. Die Klimaanlage surrt im Zuschauerraum, dass man die leisen Szenen kaum versteht. Tonkabine und Stellwarte sind so schalldicht, dass ich die leisen Kommandos aus ihnen bis zum Regiepult höre. Das Licht der Treppennotbeleuchtung gleicht einer Flugpistenbestrahlung vor Notlandungen, und in der Sterbeszene Büchners werden unten in der Kantine Bierfässer abgeladen, so dass wir glauben, das Haus bricht zusammen.“

 
 
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