E-Paper | Mobil | Newsletter | RSS RSS
 
 
| |
 
SUCHE: | Erweiterte Suche |
 
| Suchen |
 
 

Zwanzig Jahre „Da Capo“ in Darmstadt: „Diva Burlesque“ am 6. Dezember

Ausblick – Die Zwanziger locken mit Glamour

James Jungeli spricht über sein Jubiläumsprogramm. In der 20. Varieté-Saison will er den Geist der Zwanziger beschwören und 45 000 Zuschauer anlocken. Körper, Sinne und Leidenschaft sollen präsentiert werden.
DARMSTADT.
James Jungeli wirbelt bei seinem Besuch in der ECHO-Redaktion mit Büchern. Foto: Claus Völker

Im Büro herrschen sommerliche Temperaturen, und James Jungeli trägt T-Shirt. Doch er erzählt von einer Situation, die man in Darmstadt mit Schal und Weihnachtsmarkt verbindet. Für den Chef des Varietés „Da Capo“ hat die nächste, nunmehr 20. Saison im Zelt auf dem Karolinenplatz längst begonnen. Für das Programm „Diva Burlesque“ wird – wie in den Vorjahren in Kiew – bereits geprobt, und auch der Vorverkauf ist angelaufen.
Jungeli schultert mit „Diva Burlesque“ ein Paket, das schon von den Voraussetzungen her recht schwer ist. Im 20. Jahr will „Da Capo“ 45 000 Zuschauer anlocken. Man wirbt dafür wie eh und je um neue Besucher – und es ist ein schwieriges Anliegen, gerade auch die nachwachsende Generation für einen Abend weg vom Computer und hin zu den Artisten zu bekommen. Leben wird die Veranstaltung in Darmstadt deshalb wohl erneut von den Stammgästen, die kritischen Auges immer wieder neue Sensationen auf der Bühne erwarten. Dabei spielt „Da Capo“ in Südhessen vor allem die Kosten ein.
Für Darmstadt wird die Show nun seit bereits 20 Jahren entwickelt, dort feiert sie Premiere und entwickelt in einem Monat zwischen 6. Dezember und 6. Januar mit meist einer, am Sonntag aber auch zwei Aufführungen Reife. Erst dann geht es in die Welt hinaus, wo das Unternehmen dann wirklich verdiene, so Jungeli. Wie gut man sei, zeige sich an den anderen Aufführungsorten – in England oder Kanada, aber auch in Las Vegas. Wobei zur Aufführung auch der Ort dafür mitgeliefert werden kann: Mittlerweile besitzt das Unternehmen 60 Zelte aller Größe – bis hin zum Tipodrom im Miniformat.

Varieté

„Da Capo“ präsentiert das Programm „Diva Burlesque“ vom 6. Dezember bis 6. Januar 2013 auf dem Karolinenplatz. Internet: dacapo-variete.de.

Jungeli will die 20 kräftig feiern in diesem Jahr: Das Programm „Diva Burlesque“ soll 20 Jahre „Da Capo“ in Darmstadt verbinden mit einem großen Varieté-Jahrzehnt. Die Zwanziger lockten mit Glanz und Glamour. Körper, Sinne und Leidenschaft sollen präsentiert werden – von der „Gummi“-Artistin, die sich um 180 Grad verknoten kann, mit dem doppelten Salto auf dem doppelten Todesrad oder mit der Jonglage von 14 Bällen, bei der der Künstler auf einem Bock steht. „Ich bin stolz darauf, diese Artisten zu bekommen“, sagt der Chef.
Das Wort „Darmstadt“ fällt oft im Gespräch. „Ich bin nicht hier geboren, aber ich fühle mich als Darmstädter und kann den Menschen dieser Stadt, die sagen ,Du gehörst zu uns‘ nur danken“, sagt Jungeli, der gerade ein Barockhaus in Bessungen gekauft hat. Vor wenigen Wochen ist er überdies noch einmal Vater eines Zwillingspärchens geworden: „Meine Kinder sind Heinerkinder.“ Auch die Einkommenssteuer werde in Darmstadt bezahlt: „Wir wollen das Geld in der Region lassen. Die Unternehmen müssen diese Stadt unterstützen.“ Als Unterstützung fürs Gemeinwesen sieht er auch Dinge wie die alljährliche Vorstellung zu Gunsten der Kinderklinik, die zweite Vorstellung, bei der der gesamte Eintrittspreis an ein hiesiges soziales Projekt geht und eine angedachte Finanzspritze für den SV 98. Überdies sollen nach einem anstehenden Grundstücksankauf alle „Da Capo“-Aktivitäten in Darmstadt gebündelt werden, die Artisten dort proben und die Zelte von ihren Lagern in Dieburg und Mannheim an den Woog gebracht werden.
Die Unterstützung der Stadt erlebe er auch nach dem Wechsel von Oberbürgermeister und Bürgermeister als sehr positiv. Man habe über die öffentliche Kritik, die vor allem im vergangenen Jahr aufkam, miteinander geredet und Lösungsmöglichkeiten gefunden. Das Zelt bleibe am angestammten Platz, doch gebe es nicht mehr an jeder Ecke der Innenstadt die großen „Da Capo“-Plakate, sondern ein neues Vermarktungs-Konzept. Plakatiert werde nur noch an den Ortseingängen und an drei oder vier markanten Punkten. Dafür werben Zeppeline, Spots im Fernsehsender RTL und im Radiosender FFH. 60 Prozent der Werbung soll nun überregional laufen.
Vor dramatischen Einbrüchen fürchte James Jungeli sich jedenfalls nicht. „Ich hätte eher Angst vor einem Hurrikan, der das Zelt wegwischt, als vor mangelndem Publikum“, erklärt er selbstbewusst. „Wenn jemand fragt, wo der Karolinenplatz ist, kriegt er oft die Antwort: Da, wo das ,Da Capo‘-Zelt immer steht.“

 

Artikel Text Laenge: 4490

ANZEIGE
 
  • 31. August 2012
  • Von Annette Krämer-Alig
x Artikel verlinken

Wenn Sie auf diesen Artikel von echo-online.de verlinken möchten, können Sie einfach und kostenlos folgenden HTML-Code in Ihre Internetseite einbinden:

Bitte beachten Sie unsere AGB, die Datenschutzerklärung und das Impressum. Sämtliche Rechte für Artikel liegen bei der Echo Medien GmbH. Beiträge dürfen als Textkopie, Pdf-Datei oder Bild-Scan nur nach Absprache in das Layout anderer Seiten eingebunden werden.

 
SCHON GESEHEN?
 
 
ANZEIGE