Es ist ein Abend wie unter Freunden: Die großen Kerzenleuchter im Bessunger Jagdhofkeller werfen flackerndes Licht auf das Gewölbe, ein paar Dutzend Gäste plaudern bei einem Glas Rotwein angeregt an langen Tischen.
Die vier Männer, die gegen neun Uhr auf die Bühne steigen, liefern die passende Musik dazu: butterweiche Britpop-Beats.
„Dieses Lied ist für Bessungen“, kündigt Lokalpatriot und „Mental Reservation“-Frontmann Björn Kühlen an. „Soon you break down in another big town“, säuselt die Darmstädter Amateur-Band dem Publikum dann entgegen. Gerade zurück von einem Engagement auf Ibiza, nutzen Kühlen und seine Kollegen Christian Müller (Gitarre), Roland Schütz (Bass, E-Cello) und Peer André Mönch (Schlagzeug) gerne die Chance, sich wieder einmal dem heimischen Publikum zu präsentieren. Und sie haben bei diesem Heimspiel sichtlich Spaß an der Sache.
... des Songs „Kaleidoscope“ aus dem aktuellen Album von „Mental Reservation“ und mehr Informationen zur Band gibt es im Internet auf der Seite unseres Jugend-Portals www.echo-live.de.
„The Sun breaks out to spread the light – it makes me smile and feel alright“ singt Kühlen, die Augen geschlossen, verträumt und zupft rhythmisch seine Halbakustik-Gitarre. „Kaleidoscope“ ist der stärkste Song des Abends, später wird die Band ihn als Zugabe bringen. Die jungen Männer von „Mental Reservation“, die im Jahr 2010 ihr Debüt-Album „Yesterday’s Snow“ veröffentlicht haben, sind ganz offensichtlich große Oasis-Fans, die samtigen Klänge der Darmstädter erinnern oft deutlich an die legendären Insel-Brüder.
Es ist viel Oasis, ein wenig Smashing Pumpkins und ein zarter Spritzer Pink Floyd – genug für eine saftig lange Zugabe. Bei selbiger darf „Wonderwall“ natürlich nicht fehlen, ein paar rockigere Coversongs treiben einen munteren Haufen zum Tanzen vor die Bühne.
Damit sich der Lohn für die Musiker nicht nur auf herzlichen Applaus und ein paar verkaufte Alben beschränkt, kreist noch ein schwarzer Hut durchs Publikum – so macht man das eben unter Freunden.

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