Von Wislawa Szymborska
Hier ruht, altmodisch wie das Komma, eine
Verfasserin von ein paar Versen. Die Gebeine
genießen Frieden in den ewigen Gärten,
obwohl sie keiner Literatengruppe angehörten.
Drum schmückt nichts Bessres ihre Totenstätte
als dieser Reim, die Eule und die Klette.
Passant, hol den Computer aus dem Aktenfach
Und denk über Szymborskas Los ein wenig nach
© Karl Dedecius und Suhrkamp Verlag
Aus: Hundert Freuden, herausgegeben und aus dem Polnischen von Karl Dedecius. Mit einem Vorwort von Elisabeth Borchers und einem Nachwort von Jerzy Kwiatkowski, Frankfurt 1996.
Das Gedicht: Grabstein
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