Arnim Ziemann
Nach einer dreißigjährigen Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten des Siebdrucks wendet sich der Künstler objekthaften Assemblagen zu, bis er zur Druckgrafik zurückkehrt.
Rund dreißig Jahre hat sich Ziemann mit den Möglichkeiten des Siebdrucks auseinandergesetzt, die er für politisch motivierte Bildmotive überzeugend einzusetzen wusste. Für wenige Jahre wandte er sich objekthaften Assemblagen zu, bis er zur Druckgrafik zurückkehrte.
Die Bild-Kasten-Objekte, die an heilige Schreine und zugleich an Spießbürgers Setzkästen erinnern, enthalten Sammelsurien sorgsam drapierter Gegenstände, die einem Flohmarkt gedanklicher Verknüpfungen entsprungen zu sein scheinen. Die Wendung vom politischen Weckruf der Grafik zur verrätselten Innenschau der Kästen gibt Ziemanns Bildsprache Weite und Reife.
Anja Trieschmann


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