Karina Wellmer-Schnell
Wellmer-Schnell kombiniert Fotos mit dem Trägermaterial: enthaarte, geglättete und getrocknete Tierhaut.
Die Objekte und Bilder von Karina Wellmer-Schnell werden aus Rohleder, Eisen und Papier gefertigt und weisen zum Teil Spuren von Rost auf. Mit Hilfe der digitalen Fotografie fängt sie Lebensmomente ein und prägt sie auf das Rohleder.
Dabei thematisiert die Künstlerin in ihrer aktuellen Ausstellung "Aus den Augen in die Augen" die Wechselwirkung zwischen den Sehnsüchten nach Liebe, Geborgenheit und Zärtlichkeit und den selbst geschaffenen oder in Jahrhunderten gewachsenen äußeren Normen und Beziehungsgeflechten.
Nicht zuletzt stellt die Auseinandersetzung auch eine Hommage an das Werk des zeitgenössischen tschechischen Lyrikers Josef Hrubý dar, erläutert Wellmer-Schnell in der Vorankündigung: Die Wahrheit schaut mir aus den Augen – und ich bemerke es nicht. Die Wahrheit schaut mir in die Augen – und ich ertrage es nicht. Hrubý hat in seinem Gedicht „Aus den Augen in die Augen“ die Augen als Symbol für die innere und die äußere Wirklichkeit gewählt. Bei Wellmer-Schnell treffen sich die Genres Literatur und Bildende Kunst
Das Ausstellungskonzept und die Gesamtinstallation entstanden zunächst im Rahmen des Carl-Stipendiums des Maschinenhauses in Essen. Die Ausstellung ging danach in den ARTPARK nach Linz/Österreich, in die Galerie mesta Plzne/Tschechien, in das Maschinenhaus der Zeche Scherlebeck.
Zur Eröffnung und während der Ausstellung wird das Video „Aus den Augen in die Augen“ gezeigt, das ebenfalls im Rahmen des Carl-Stipendiums entstanden ist.
Aus den Augen in die Augen
4. bis 28 Mai 2012
Kunstforum Säulenhalle,
Renaissance-Rathaus,
Markt 1,
Groß-Umstadt
Vernissage: 04. Mai, 19 Uhr
Mehr:
- Biografie - in Daten
- Ausstellungen - eine Übersicht
- Publikationen - eine Übersicht
- Kontakt - Anschrift, E-Mail- und Web-Adresse.
Lesen Sie auch unsere
Mehr Bilder
gibt es auf der Hompage der Künstlerin.


Merken
|










