Ortrud Sturm
Symmetrie und Reihung spielen eine ebenso große Rolle wie die Reduktion auf architektonische Grundformen.
"Ortrud Sturms Skulpturen sind nicht figürlich im Sinne menschlicher Figuren, eher erinnern sie an architektonische Formen. Es sind Würfel, Zylinder, Rechtecke, Tempel und Türme. Dies gilt jedoch nur auf den ersten Blick.
Oberstes Ziel der Künstlerin ist es, dem Material ihre eigene, ganz persönliche Handschrift einzuprägen. Dies geschieht durch die Methode der mit der Kettensäge freihändig ausgeführten Schnitte, durch die automatisch Unregelmäßigkeiten, Ungleichheiten und Ungenauigkeiten entstehen. Von der Künstlerin ist dieser Eindruck bewußt erzeugt. Er bietet einen willkommenen Kontrapunkt zur archaischen Ruhe und behäbigen Klassizität der Grundformen, die für die Skulpturen charakteristisch sind."
Aus: Interview-Porträt von Gudrun Jäger
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